Grafische Darstellung des Coronavirus
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Gesundheit

Coronavirus-Chronologie 2021

Seit Jänner 2020 beschäftigt SARS-CoV-2 die Welt. Mit Ende des Pandemiejahres 2020 beendet kaernten.ORF.at auch die erste, sehr lang gewordene Chronologie der Ereignisse und startet eine neue als Nachlese. Mit der Hoffnung, dass sie nicht ebenfalls ein Jahr lang wird.

Von einer ersten Schilderung des Lockdowns im chinesischen Wuhan bis zum dritten Lockdown in Österreich im Dezember reichte die Chronologie einer Krise, die Sie hier nachlesen können. Nun schlägt die Welt ein neues Kapitel auf mit mehreren Impfungen, die es schaffen könnten, die Pandemie abzuflachen und hoffentlich bald zu beenden. Dafür wäre eine Durchimpfungsrate von rund 70 Prozent nötig.

Mittlerweile ist die 7-Tages-Inzidenz ein neues Schlüsselwort, hängt von ihr doch ab, ob Maßnahmen gelockert werden können. Als kritisch gilt die Grenze von 50, Österreich liegt derzeit schwankend zwischen 150 und 170. Berechnung der 7-Tages-Inzidenz: Man addiert die Zahl der täglichen Neuinfektionen von sieben Tagen. Das Ergebnis dividiert man durch die Einwohnerzahl und multipliziert mit 100.000.

Anmeldungen zu Tests

Besucher von Angehörigen in Pflegeheimen brauchen ein negatives Antigentestergebnis, bis Sonntag, 17.1. kann man sich unter der Telefonnummer 14844 anmelden und einen Test in den Bezirken machen lassen, ab Montag, 18.1. gilt eine Anmeldung nur noch unter oesterreich-testet.at. Massentestungen sind vorerst keine mehr geplant.

1. Jänner: Viele Menschen haben Familie oder Lebenspartner in Slowenien oder Italien. Die unterschiedlichen Verordnungen wegen der Coronavirus-Pandemie machen ein Treffen sehr schwierig.

2. Jänner: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus beträgt 142, binnen 24 Stunden sterben zwei weitere Personen mit oder an CoV.

Am 5. Jänner starten die Impfungen gegen das Coronavirus auch in Kärnten. Begonnen wird in Alten- und Pflegeheimen. Die Anmeldung für die ab 15. Jänner geplanten Massentests wird in Kärnten ab 8. Jänner über www.oesterreich-testet.at oder telefonisch unter 0800 220 330 möglich sein. Laut ersten Informationen des Landespressedienstes sind insgesamt 260 Testlinien in 72 Kärntner Gemeinden geplant. Getestet werden soll von Freitag, dem 15., bis Sonntag, dem 17. Jänner jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Der Lockdown und die damit verbundenen Regeln hinterlassen auch bei der Seilbahnwirtschaft Spuren. In den Weihnachtsferien kommen weit weniger Skifahrer in die heimische Skigebiete als in anderen Jahren. Das Umsatz-Minus beträgt bis zu 70 Prozent.

3. Jänner: Kärnten ist österreichweit Spitzenreiter bei Coronavirus-Infektionen. Allein in Hermagor gibt es im Dezember hochgerechnet 500 Infizierte.

4. Jänner: Am Dienstag beginnen auch in Kärnten die Impfungen gegen das Coronavirus, zunächst in Altenwohn- und Pflegeheimen. Ärztekammerpräsidentin Petra Preiss kritisiert, dass es keinen österreichweiten Pandemieplan gebe.

Die Pandemie und der damit verbundene Lockdown spiegeln sich in den Arbeitslosenzahlen vom Dezember wider. So sind um 21,2 Prozent mehr Menschen arbeitslos als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders betroffen ist der Tourismus.

Die Wirtschaftskammer zieht Bilanz über den Export im ersten Halbjahr 2020. Trotz Coronavirus-Pandemie gibt es einen Export-Überschuss, es werden Waren um 288 Millionen Euro mehr ins Ausland geliefert als importiert.

5. Jänner: Das Land meldet neun Todesfälle von Infizierten, das sind wieder deutlich mehr. Binnen 24 Stunden gibt es 194 Neuinfektionen, 137 davon mittels PCR-Test bestätigt, die übrigen mit einem Antigentest. 136 Covid-19-Patienten werden in einem Kärntner Spital behandelt, 13 davon auf einer Intensivstation.

In Kärnten starten die ersten Impfungen gegen das Coronavirus – zunächst wird in vier Alten- und Pflegeheimen geimpft. Rund 8.000 Impfdosen stehen für den Jänner in Kärnten zur Verfügung.

Dass die Länder die weitere Teststrategie festlegen sollen, findet Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) richtig. Geht es nach Kaiser, sollen die vorhandenen Teststraßen um permanente Teststationen ergänzt werden.

6. Jänner: Der Landespressedienst meldet vier neue Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19. Binnen 24 Stunden gibt es 80 Neuinfektionen. 136 Infizierte werden in einem Krankenhaus behandelt, 13 davon auf Intensivstationen.

7. Jänner: Von Mittwoch auf Donnerstag kommen in Kärnten 284 Neuinfektionen mit dem Coronavirus dazu. Verantwortlich für die hohe Anzahl seien Nachmeldungen, heißt es vom Land. Die Impfungen in Altersheimen sollen in den nächsten Tagen auf alle Bezirke ausgedehnt werden. Die Arbeitslosigkeit beträgt im Dezember um 21 Prozent mehr als im Dezember 2019.

8. Jänner: Es gibt fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 547 Menschen.

Die Bundesländer bekommen die Verantwortung für die Verimpfung des Coronavirus-Impfstoffes übertragen. Der Bund liefert lediglich die Dosen. Nach den Impfungen in Heimen und im Gesundheitsbereich sollen Personen im Alter über 80 Jahren geimpft werden.

Die neue Variante des Coronavirus B 1.1.7. wird sich wohl früher oder später auch in Österreich verbreiten. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigt an, das Zeitfenster bis zu einer größeren Ausbreitung nutzen wollen. Die Kontrolle in Österreich soll durch mehr Sequenzierungen sowie rigorosere Einschränkungen bei der Einreise aus Großbritannien und Südafrika erfolgen. Ziel sei, die Ausbreitung des neuen Stammes möglichst hinauszuzögern.

9. Jänner: Es gibt einen neuen Todesfall und 201 Neuinfektionen. Die Zahl der Hospitalisierten steigt um eine Person auf 142.

Die Vorbereitungen für die von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) angekündigten freiwilligen Coronavirus-Selbsttests an den Schulen laufen, sagt Kärntens Bildungsdirektor Robert Klinglmair.

Prüfungen in Fahrschulen sind derzeit nicht erlaubt, weil sie als Veranstaltungen angesehen werden. Theorieunterricht ist bis auf Weiteres auch nicht gestattet. Ausnahmen soll es geben, wenn aus beruflichen Gründen ein Lkw- und Busführerschein benötigt wird.

10. Jänner: Mit Eintritts-Tests soll es nach dem Lockdown wieder möglich werden, Kultureinrichtungen oder Veranstaltungen zu besuchen bzw. wieder in Hotels zu übernachten. Die Länder stehen diesen Vorstoß durchwegs positiv gegenüber.

11. Jänner: Es gibt 142 Neuinfektionen, 113 via PCR-Test. Sechs Menschen sterben, die Gesamtzahl der Todesopfer beträgt 556. Die Zahl der Menschen, die in Spitälern behandelt werden müssen, steigt auf 158, 17 davon werden intensivmedizinisch betreut.

In den Landgemeinden dürfte im dritten Lockdown viel mehr illegal gefeiert werden als in der Stadt. Darauf lässt zumindest die Verteilung der Coronavirus-Fallzahlen schließen. Im Bezirk St. Veit beträgt die 7-Tage-Inzidenz 397, in Klagenfurt 147.

12. Jänner: Bei den Coronavirus-Impfungen zeichnet sich in Kärnten eine Trendwende ab: Die Impfwilligkeit der Kärntner steigt von Tag zu Tag. Mehrere tausend Personen über 80 Jahren melden sich für eine Impfung an. Allein in Klagenfurt und Villach gibt es jeweils mehr als 1.500 Anmeldungen. In Kärnten würde auch jede Impfdose, die von Wien nach Kärnten komme, so schnell wie möglich verimpft werden, heißt es nach der Regierungssitzung.

Das Land meldet 153 Coronavirus-Neuinfektionen und vier neue Todesfälle. Damit sterben 560 Kärntnerinnen und Kärntner seit Ausbruch der Pandemie mit oder an dem Virus. Aktuell sind 1.446 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert.

13. Jänner: Es gibt 165 Neuinfektionen aus PCR-Tests, dazu kommen 20 bestätigte Fälle von insgesamt 223 Antigentests, also insgesamt 186 neu Infizierte. 122 hospitalisiert (-14), davon 107 stationär (-10) und 15 intensiv (-4). Es gibt sieben Todesfälle, damit steigt die Zahl auf 567. Insgesamt sind aktuell 1.115 Menschen in Kärnten infiziert, dazu werden noch 357 Personen mit positivem Antigentest gezählt.

Es gibt derzeit in Kärnten keinen Verdachtsfall mit der Mutation B.1.1.7., doch aus drei Bundesländern werden 70 Proben in Wien untersucht. Die WHO ruft wegen der Mutation das Notfallkomitee zusammen, denn es gibt eine weitere Mutation aus Südafrika und eine aus dem Amazonasgebiet. Der Komplexitätsforscher Peter Klimek warnt, dass Maßnahmen rasch auch in Österreich getroffen werden, das Zeitfenster schließt sich. Er rät zu Tests auch für Zuhause und schärfere, regionale Maßnahmen – mehr dazu in CoV-Experte mahnt zu raschen Maßnahmen (neww.ORF.at).

14. Jänner: In Kärnten sterben zwei weitere Personen am oder mit dem Coronavirus, die Zahl der Todesopfer steigt damit auf 569. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern geht um 17 auf insgesamt 105 zurück, 13 Personen müssen auf Intensivstationen behandelt werden.

Nach einer Datenbereinigung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) steigt am Donnerstag sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch jene der Genesenen stark an: 1.073 Neuinfektionen (PCR-Tests plus Antigentests) werden verzeichnet, die Zahl der Genesenen steigt um 762 auf insgesamt 21.974. Aktuell gelten 1.424 Personen als infiziert.

Das Land gibt die Impfstrategie bekannt. Die Alters- und Pflegeheime sind bereits durchgeimpft (auf freiwilliger Basis). Es folgen die über 80-Jährigen, die zuhause leben. Die ältesten werden zuerst verständigt. Dann folgt Gesundheitspersonal in Kontakt mit Covid-Erkrankten und erste niedergelassene Ärzte.

15. Jänner: Der US-Pharmakonzern Pfizer wird vorübergehend die Liefermenge seines gemeinsam mit Biontech entwickelten CoV-Impfstoffes an europäische Länder senken. Grund sei ein Hochfahren der Produktionskapazitäten, die Produktionsanlagen werden ausgebaut, um mehr Impfdosen herzustellen. Das hat vorübergehende Auswirkungen auf die Lieferungen Ende Jänner bis Anfang Februar.

Rund 25.000 über 80-Jährige sind zur Impfung angemeldet, es gibt aber nur 1.800 Dosen Impfstoff. Sobald mehr geliefert wird, werden alle verimpft, sagt das Land.

Derzeit sind 1.296 Menschen mit CoV infiziert, binnen 24 Stunden kommen 107 dazu (PCR und Antigentests). 109 Menschen sind hospitalisiert (+4), davon 98 stationär (+6) und elf intensiv (-2). Neun Menschen versterben, damit steigt die Todeszahl auf 578. 22.200 Menschen gelten als genesen.

Hotlines zum Coronavirus

  • Alle Impffragen: 0800 555 621
  • Gesundheitsnummer bei Coronavirusverdacht: 1450 ohne Vorwahl aus allen Netzen
  • Hotline Land Kärnten: 050 536 53003 (Montag bis Freitag 8.00 bis 16.00 Uhr)
  • Wirtschaftskammer nur für Unternehmer: 05 90 904 808
  • AGES: 0800 555 621
  • Internationale Notrufnummer 112
  • Hilfe für Frauen und Mädchen: 0660 2442401
  • Arbeiterkammer: 0800 22 12 00 80
  • Villachs Corona-Kummernummer: 0 42 42 / 205 30 40
    MO bis FR, 16.00 bis 21.00 Uhr
    SA und SO 15.00 bis 19.00 Uhr
  • Alle Infos zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 gibt es unter ORF.at/corona und auf der Teletext-Seite 660.
  • Hotlines, Tipps und Unterstützung
    Folder Gewalt gegen Frauen als .pdf