Die erschöpften Wanderer mit ihren Rettern und dem Hund im Rucksack
Bergrettung Ferlach
Chronik

Wanderer und Hund völlig erschöpft gerettet

Sechs Mitglieder einer Familie sind am Donnerstag im Bärental zur Klagenfurter Hütte gewandert. Abends konnte ein 75-Jähriger vor Erschöpfung nicht weiter, etwas später war auch der Königspudel Jule völlig erschöpft. Die Bergrettung brachte sie sicher ins Tal.

Die sechs Wanderer, eine Frau und ein Mann aus Niederösterreich, zwei Frauen und zwei Männer, die in Deutschland leben, wollten eine Wanderung von der Stouhütte im Bärental über den Bärensattel zur Klagenfurter Hütte und wieder zurück unternehmen. Sie brachen um 8.00 Uhr vom Parkplatz Stouhütte auf. Nachdem sie schon den größten Teil der Strecke geschafft hatten, erreichten sie gegen 17.30 Uhr das Hochstuhlkar.

Die erschöpften Wanderer mit ihren Rettern und dem Hund im Rucksack
Bergrettung Ferlach
Drei Gerettete mit Bergrettern und Hündin Jule im Rucksack von Erwin Oraze

Bergretter stiegen auf

Einer der Wanderer, ein 75-jähriger Deutscher, konnte wegen Erschöpfung nicht mehr weitermarschieren. Das Paar aus Niederösterreich stieg zur Klagenfurter Hütte ab und setzte einen Notruf ab. Weil der Bergungsversuch mit dem Polizeihubschrauber wegen des starken böigen Windes nicht gelang, stiegen die Bergrettung Ferlach und ein Alpinpolizist zu den verbliebenen Personen auf.

Die am Berg verbliebenen vier Wanderer und ihr Hund, ein Königspudel, waren dann ebenfalls so erschöpft, dass die Bergretter ihnen dazu rieten, den abwärts führenden und damit weniger anstrengenden Weg auf slowenischer Seite weiter zu gehen. Zuvor bekamen sie von den Bergrettern Wasser und eine Jause. Jule wurde von vom Ferlacher Bergrettungsleiter Erwin Oraze im Rucksack transportiert. Mit rund 30 Kilo ein Kraftakt.

Verwandte holten Wanderer mit Auto ab

Die sieben Bergretter der Ortsstelle Ferlach samt vier Wanderern und Hund kamen gegen 22.00 Uhr sicher ins Tal. Über das Polizeikooperationszentrum Thörl Maglern wurde die slowenische Bergrettung von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt. Die Bergrettung Radovljica brachte die Wanderer und Bergretter aus Österreich mit Fahrzeugen zum Loibl. Dort wurden die Wanderer den ebenfalls mit dem Auto eingetroffenen Familienmitgliedern übergeben. Die Bergretter wurden schon von Kameraden erwartet.