ARA Flugrettung in der Luft
ORF
Chronik

Aggressive Kuh nach Attacke erschossen

Eine Kuh hat am Donnerstag in Radenthein einen Klauenpfleger attackiert und schwer verletzt. Der Mann rettete sich auf eine steile Wiese, doch die Kuh ließ keine Retter zu ihm. Sie musste von einem Jäger erschossen werden.

Drei Männer waren am Donnerstagabend bei einem Hof in Radenthein mit Klauenpflegearbeiten an Rindern beschäftigt. Als die Arbeiten bei einer ca. zehnjährigen Kuh abgeschlossen waren, wollten sie diese aus dem Klauenpflegestand in den Stall führen. Die Kuh riss sich los und rannte auf eine an das Anwesen grenzende steil ansteigende Wiese. Alle drei Personen versuchten gemeinsam, die Kuh wieder in den Stall zu treiben.

28-Jährigen attackiert

Plötzlich und völlig unerwartet ging die Kuh auf einen der drei Männer, einen 28-jährigen Mann aus Radenthein, los und rannte diesen nieder. Er wurde im Bereich des Brustkorbs schwer verletzt, konnte sich aber dennoch vor der aufgebrachten Kuh auf einen steilen Hang retten. Das Tier ließ keinen Helfer zu ihm, der Rettungshubschrauber wurde gerufen. Doch auf dem einzigen möglichen Landeplatz stand die Kuh, und über dem Verletzten verlief ein Stromkabel, sodass auch eine Seilbergung zunächst nicht möglich war.

Pilot Werner Schaffer schildert den Einsatz

Pilot Werner Schaffer sagte: „Wir hatten beim Anfliegen von der Polizei die Information, dass es ein Problem mit der Kuh gibt und dass die hoch aggressiv ist. Der erste Gedanke war, den Verletzten aus der Gefahrenzone zu bringen, aber die Kuh hat ihn weiterhin anvisiert. Wir haben sogar vom Hubschrauber aus gesehen, dass die Kuh unter Strom gestanden ist, das habe ich noch nie erlebt.“

Jäger erschoss aggressive Kuh

Durch die Rotoren wurde das Tier dann verscheucht. Der Bauer rief zwischenzeitlich einen Jäger zu Hilfe, der das Tier schließlich erschoss. Der 28-Jährige wurde per Hubschrauber in das LKH nach Villach gebracht. Warum die Kuh so aggressiv war, steht nicht fest, es soll sich nicht um eine Mutterkuh gehandelt haben.