Grado macht bunte Bilder im Kopf

Wer an Grado denkt, hat gleich viele bunte Bilder im Kopf. Kein Wunder, dass die italienische Sonneninsel - ein Sehnsuchtsort für viele - der Lieblings-Schauplatz zweier Kärntner Autorinnen ist.

Das kleine Städtchen Grado vereint altösterreichische Einflüsse mit italienischem Lebensgefühl. Es ist diese Mischung, die Claudia Lux schon lange fasziniert. Claudia Lux lädt die Leser ihres aktuellen Buches zur Entdeckungsreise ein, und zwar auch an unbekannte Orte dieses Urlaubszieles an der Oberen Adria.

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Grado

Mit Grado verbindet Lux auch viele Kindheitserinnerungen, wie folgende: „Das ist eine meiner liebsten Erinnerungen. Bei den Ausgrabungen auf der Piazza Baggio Marin gibt es ein Mosaik mit der Inschrift Omnibus. Als ich klein war, wurde mir eingeredet, dass das die antike Bushaltestelle nach Aquilea war. Das stimmt natürlich nicht, es ist ein Teil einer Inschrift und heißt ‚alle‘. Aber ich finde die Geschichte auch heute noch nett.“

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Claudia Lux

Viele dieser „Geschichten hinter der Geschichte“ hat Claudia Lux auch in ihrem Reiseführer zusammengefasst.

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Claudia Lux mit ihrem Mann Georg

Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich

So sehe man im Castrum, der im fünften Jahrhundert entstand, noch viele Spuren der Spätantike, erzählt Lux: „Auch für Kinder ist das ein Erlebnis, zumal die Stadtwächter in diesem Turm beheimatet waren. Über dem ersten Stock ist jetzt ein Wohnhaus drauf - eine spannende Mischung, die Grado ausmacht.“

Was sie unternehmungslustigen Grado-Besuchern ans Herz legen möchte? Einen Ausflug auf die Lagunen-Inseln mit dem Boot.

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Große Freiheit für Bootsherren

Für Bernhard Schicho aus Ossiach und seine Freunde Christian und Wolfgang wird die Isola della Schiusa - sobald sich im Frühling die ersten Sonnenstrahlen zeigen - ihre zweite Heimat. Seit sie in Pension sind, verbringen sie fast den ganzen Sommer mit ihren Frauen hier und schlafen sogar teilweise auf ihren Booten.

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Für Bernhard Schicho ein großes Gefühl der Freiheit: „Im Hotel gibt es Regeln, hier gibt es keine. Du bist dein eigener Herr und kannst tun und lassen was du willst. Die Marina ist gesichert, es kann nichts passieren. Wir leben unseren Traum hier.“

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Gemeinsam zieht es die Freunde regelmäßig auf die „Isola della Barbana“. Bernhard Schicho: „Da können wir grillen, essen, einfach alles machen. Mittlerweile eine Tradition bei uns.“ Und so mischen sich die Kärntner unter die Einheimischen - Kulturaustausch hautnah bei italienischer Jause und einem Geburtstagsständchen für die Bekannte.

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Ein „Schiffstagebuch“ mit den Abenteuern von Bernhard Schicho und seinen Freunden ist im Internet nachzulesen - mehr dazu in
Schiffstagebuch.

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Die dunkle Seite der Lagunenstadt

Grado zeigt sich jetzt im Sommer von seiner „Schokoladenseite“. Aber es gibt auch eine dunkle Seite der Lagunenstadt - in den Krimis von Andrea Nagele. Die Wahl-Gradeserin mit Kärntner Wurzeln zeigt uns eines der Lokale, in dem die Hauptdarsteller ihre Büchern praktisch „ein und aus gehen“.

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Andrea Nagele

Sie taucht wann immer es möglich ein in das „Alltagsleben“ von Grado - Andrea Nagele verbringt jede freie Minute hier, um neue Ideen zu sammeln und sie gleich aufzuschreiben.

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Sendungshinweis:

SSC, 28. Juli 2018

Andrea Nagele: “Mich inspiriert natürlich die Altstadt, das Meer, die besondere Atmosphäre. Schreiben ist für mich etwas, das viel mit Düften, Eindrücken, Essen, Landschaften, Meer verbunden ist."

Roman „Grado im Sturm“ in Arbeit

Doch eigentlich ist es genau das Gegenteil von Sommer, Sonne, Sonnenschein mit dem sie in ihren Krimis für Spannung sorgt. Andrea Nagele: "Ich lebe auf, wenn Gewitter den Himmel überziehen und wenn es dunkel wird. Ich habe es einfach gern, wenn Wind durch die Luft braust und der nächste Krimi, den ich schreibe, ist ‘Grado im Sturm’. Die Leute fragen mich immer, wann kommt denn Grado im Sonnenschein, aber Grado im Sonnenschein haben wir eh alle.” Besonders stolz ist sie, dass ihr Buch „Grado im Regen“ kürzlich auch auf Italienisch erschienen ist.

Stockfisch im Kräutertee gegart

Es sind scheinbar alltägliche Begebenheiten, die sie in ihre Geschichten einfließen lässt. Auch Orte, die sie selbst gerne aufsucht, werden - in verfremdeter Form - zu Schauplätzen, wo auch die Hauptdarsteller verkehren, so wie das Ristorante „Alla Fortuna“.

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Küchenchef Gunter Piccolruaz bereitet den „Baccalà“, den Stockfisch, auf eine spezielle Art zu: „Wir dämpfen den Fisch in einem Kräutertee. Dazu geben wir ein paar Zwiebel und Wurzelgemüse - ohne Salz und einfach nur ein schönes Olivenöl. Wir machen das ein bisschen leichter.“ Dazu gibt es frittierte Meeresalgen - ein interessantes Geschmackserlebnis nicht nur für Krimi-Freunde.

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