Sagenumwobener Wildensteiner Wasserfall

Der Wildensteiner Wasserfall ist von den Zuschauern zum Landessieger von 9 Plätze 9 Schätze gekürt worden. Die neun Landessieger treten in Wien bei der großen Show am 26. Oktober um den Österreichsieg an.

In der äußersten Ecke von Südkärnten, bei Gallizien, befindet sich mit dem Wildensteiner Wasserfall ein besonderes Naturjuwel. Gemeinsam mit der etwas weiter oberhalb gelegenen Ruine Wildenstein ein beeindruckendes Ausflugsziel in Kärnten.

Der Wildensteiner Wasserfall (slowenisch Podkanjski slap) ist einer der höchsten frei fallenden Wasserfälle Europas. Der Wasserfall bricht aus einer senkrechten Felswand hervor und rauscht dann eindrucksvolle 54 Meter in die Tiefe. Der Fall wird vom Wildensteiner Bach gebildet, der unweit des Vellach-Flusses in die Drau mündet. Nach dem Wasserfall fließt der Wildensteiner Bach noch etwa 300 Meter bis zu einer Staumauer, wo sein Wasser gesammelt und in 500 Meter langen Druckrohren zu einem Kraftwerk geleitet wird.

Burg wurde 1348 zerstört

Der Wildensteiner Wasserfall befindet sich unweit der Ortschaft Gallizien unterhalb des Gipfels des Hochobir. Seinen Namen verdankt der Wasserfall der oberhalb gelegenen Burgruine Wildenstein, die beim Erdbeben von Friaul im Jahre 1348 zerstört worden sein soll. Heute trägt überdies ein Ortsteil der Katastralgemeinde Gallizien den Namen Wildenstein.

Der Aufstieg zur Plattform beim Wasserfall ist serpentinenartig und wird im letzten Drittel etwas fordernder. Doch mit jedem Schritt kommt man dem Rauschen und der erfrischenden Kühle des Wasserfalls näher. Eine Straße führt bis zu einem geschotterten und teilweise befestigten Parkplatz, von dem aus man in etwa 20 Minuten auf einem steilen Waldweg den Wasserfall erreicht. Dort befindet sich eine kleine Plattform, ungefähr 30 Meter vom Fall entfernt. Das nähere Betreten des Bereiches um den Wasserfall ist wegen Steinschlag-Gefahr untersagt, ein Zaun soll hier das Weitergehen verhindern.

9 Plätze 9 Schätze Wildensteiner Wasserfall
Klopeiner See

Sage von der Jungfrau

Hat man die Wildensteiner Wasserfall-Plattform erst einmal erreicht, kann man auch eine wunderschöne, aber nicht einfache Wanderung auf den 2.139 Meter hohen Hochobir starten. Der Hochobir ist eines der beeindruckendsten Bergmassive der Karawanken. Der Ausflug zum Wildensteiner Wasserfall lässt sich auch gut mit einem Abstecher zu den Resten der Ruine Wildenstein verbinden. Mystisch sind nicht nur die Burgruine Wildenstein selbst, sondern auch die Sage von der verwunschenen Jungfrau von Wildenstein. Dabei geht es um eine junge Frau, die auf ihre Erlösung wartet und eines Tages einem in der Nähe der Ruine Wildenstein einem Hirtenjungen erscheint. Sie fleht diesen an, er möge sie erlösen und hätte dann das Recht all ihre Schätze zu heben.

Dazu soll der Hirte das erste Geschöpf, welchem er auf dem Heimweg begegnen würde, küssen. Das erste Lebewesen, welches dem Hirten über den weg lief, sollte jedoch eine Schlange sein, von welcher sich der Hirte mit Schrecken abwendet. Unmittelbar nach dieser Begegnung erscheint ihm erneut die Jungfrau und erzählt ihm verzweifelt, sie müsse nun so lange auf die Erlösung warten, bis vor der Ruine Wildenstein eine Fichte mit drei Wipfeln wachse. Erst aus den Brettern aus ihrem Stammes werde die Wiege ihres Erlösers gezimmert werden.

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