Grüne: Einheitliche Regelungen für Behinderte

Die Kärntner Grünen fordern eine stärkere Integration von Menschen mit Beeinträchtigung in die Gesellschaft. Etwa ein Drittel der Bevölkerung müsse, laut den Grünen, mit einer Beeinträchtigung den Alltag und oft auch das Berufsleben bewältigen.

Auf gesetzlicher Ebene fordern die Grünen einheitliche Regelungen für Beeinträchtigte in allen Bundesländern. Dies sei notwendig, damit sich Behinderte, etwa beim Umsiedeln von einem Bundesland ins andere, nicht immer neu orientieren müssen, sagt die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer.

Inklusionsfonds als erster Schritt

Helene Jarmer ist selbst gehörlos und wird von der Gebärdendolmetscherin Petzy Panholzer übersetzt. Laut Jarmer wäre die Einführung eines Fonds für Menschen mit Beeinträchtigungen ein erster wichtiger Schritt. „Wenn wir so einen Fonds hätten, dann braucht es auch eine Zusammenarbeit der neun Bundesländern. Der Fonds würde dazu dienen, Menschen mit Beeinträchtigung bei einem selbstbestimmten Leben zu unterstützen“, übersetzt Panholzer für Jarmer.

Mittel über Erbschaftssteuer

Der Spitzenkandidat der Kärntner Grünen, Matthias Köchl, fordert nach dem Hypodebakel mehr Hilfe des Bundes für Investitionen. „Wir wollen die Grundlagen für Umstrukturierungen schaffen, beispielsweise durch eine Erbschaftssteuer für Millionenerben. Darüber könnte man Mittel lukrieren, um in den Bereich der Pflege zu investieren“. Diese Mittel habe das Land Kärnten alleine nicht, sagt Köchl.

Umgang mit Beeinträchtigten als Chance

Der Umgang mit Menschen mit Behinderung sei auch eine Chance für die Gesellschaft, sagt die ehemalige Ergotherapeutin Maria Hoppe: „Menschen mit Beeinträchtigung machen mindestens ein Drittel der Bevölkerung aus. Diese Situation kann jeden von heute auf morgen treffen. Das heißt, Behinderte sind eine Chance für die Gesellschaft, sich mit Dingen befassen zu können, wie dem eigenen Älterwerden“, so Hoppe.

Die Grünen hoffen bei der kommenden Nationalratswahl in zehn Tagen auf ein weiteres Kärntner Mandat. Dann würde neben Matthias Köchl auch Maria Hoppe in den neuen Nationalrat einziehen.

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