Wietersdorfer Tochter Baustoffe verkauft

Die niederösterreichische Schmid Industrieholding übernimmt die Kärntner Wietersdorfer-Tochter w&p Baustoffe GmbH mit 650 Mitarbeitern. Die Marken Baumit und KEMA wechseln somit unter Stillschweigen zum Kaufpreis den Besitzer.

Käufer ist die niederösterreichische Baumit Beteiligungen GmbH, die zur Schmid Industrieholding gehört. Unter der Marke Baumit waren die beiden beteiligten Unternehmen schon bisher Partner. Den entsprechenden Vertrag haben Baumit und die Wietersdorfer Holding GmbH WIG am Donnerstag geschlossen, wie Wietersdorfer mitteilte. Der Kauf ist noch vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen, insbesondere durch die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB).

100 Mitarbeiter in Kärnten betroffen

In der w&p Baustoffe GmbH sind bisher die Baustoffaktivitäten der Wietersdorfer Gruppe in mehr als 20 Ländern gebündelt. 225 der 650 Mitarbeiter sind in Österreich tätig, rund 100 davon arbeiten in Kärnten. Sie erzeugen und vertreiben Putze, Mörtel, Estrich, Wärmeschutz sowie Klebe- und Spachtelmassen.

„Mit dem Verkauf der Baustoffsparte werden wir uns in Zukunft gänzlich auf B2B-Märkte (Geschäfte mit anderen Unternehmen; Anm.) fokussieren und schaffen zudem finanziellen Freiraum für Wachstum in jenen Geschäftsfeldern, in denen wir verstärkt Entwicklungspotenzial sehen“, wird Michael Junghans, Geschäftsführer der WIG Wietersdorfer Holding GmbH, in einer Unternehmensaussendung zitiert. Wietersdorfer will sich auf die Geschäftsfelder Zement und Beton, Kalk sowie internationale Beteiligungen zu konzentrieren.

Wietersdorfer hat mehr als 2.800 Mitarbeiter

Die Wietersdorfer Holding GmbH (WIG) hat ihren Hauptsitz in Klagenfurt. Das Unternehmen ist ein Mischkonzern der Baustoff- und Rohrbranche. Zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens zählen Zement & Beton, Kalk, Baustoffe, HOBAS und POLOPLAST. Die WIG ist mit insgesamt 76 Niederlassungen in 38 Ländern national und international vertreten. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen im In- und Ausland mehr als 2.800 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Umsatz von 541,6 Millionen Euro. Das Unternehmen ist seit seiner Gründung im Jahr 1893 von Philipp und Gottlieb Knoch zu hundert Prozent in Familienbesitz.

Die Schmid Industrieholding GmbH mit Hauptsitz in Niederösterreich ist ein Mischkonzern der Baustoffbranche. Die Unternehmensgruppe erzielte 2016 mit 5.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro.