Land fördert Unternehmen mit Risikokapital

Mit Risikokapital fördert das Land Kärnten über die Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft (BABEG) die Gründung und Expansion von Unternehmen. Nun wurde der Risikokapitalfonds vom Wirtschaftsförderungsfonds präsentiert.

Der neue Risikokapitalfonds, der aus öffentlichem Geld gespeist ist, ist 12,2 Millionen Euro schwer. Damit sollen in den nächsten Jahren junge Unternehmen gefördert werden. Zum einen sind das Start-Ups, die mit 50.000 bis 200.000 Euro Fondskapital rechnen können. Zum anderen werden Betriebe gefördert, die ihre ersten Projekte erfolgreich umgesetzt haben, und sich in der Ausbauphase befinden. Für sie gibt es zwischen 100.000 und maximal 1,5 Millionen Euro.

Sechs Projekte werden geprüft

Damit dieses öffentlich Geld auch fließen kann, muss mindestens ein Drittel des benötigten Kapitals von privaten Investoren aufgebracht werden. Meist bringen diese aber nicht nur Geld, sondern auch Know How mit, sagte KWF-Vorständin Sandra Venus. Die erste Beteiligung gibt es bereits: „Der neue Babeg-Venture-Fonds hat sich an der Tremitas GmbH mit einem Investment von 100.000 Euro beteiligt. Diese Gesellschaft hat für den medizinischen Bereich ein mobiles Sensorsystem entwickelt, wo der Tremor - also dieses zittern - mit einem Stift gemessen wird und in Abstimmung mit den Ärzten vor allem bei der Wirksamkeit von Medikamenten einen Vorteil bringt.“

Entstanden ist dieses Projekt im Zuge einer Bachelorarbeit an der Fachhochschule. Weitere sechs Projekte sind eingereicht und werden überprüft.

Mit elf Millionen Euro 690 Arbeitsplätze gefördert

Dieser Risikokapitalfonds ist für angehende Unternehmer oft der einzig realistische Weg, ihre Ideen umzusetzen, sagte Technologiereferentin Gaby Schaunig (SPÖ): „Meist geht es bei den Start-Ups nur um kleinere Finanzierungsbeträge, diese sind aber für die Unternehmen am Kapitalmarkt nicht zu bekommen. Deshalb gibt es die Kombination von einer durchaus hohen Beteiligungsquote von 70 Prozent an öffentlichen Mitteln und privaten Mitteln, um diesen Eintritt in die unternehmerische Tätigkeit zu ermöglichen. Ich glaube, dass viele ganz tolle Projekte nicht möglich wären, wenn es solche Fördermodelle nicht gibt, die Eigenkapital schaffen.“

Den ersten Risikokapitalfonds hat die BABEG bereits im Jahr 2000 gegründet, sagte KWF-Vorstand Hans Schönegger. Mit elf Millionen Euro Kapital wurden damals 14 Betriebe mit 690 Arbeitsplätzen gefördert.

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