Innenminister Kickl verspricht mehr Polizei

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) ist am Mittwoch vor der Landtagswahl nach Kärnten gekommen. Er kündigte mehr Polizeipräsenz am Klagenfurter Bahnhof an und mehr Kräfte im Kampf gegen Drogen. Die Bahnhofinspektion will er aber nicht wieder aufsperren.

Kickl, der in Radenthein aufgewachsen ist, traf bei seinem Besuch am Nachmittag zahlreiche Führungskräfte in der Landespolizeidirektion. Am Vormittag lud er die Bezirkshauptleute zum Gespräch, die wahlkämpfende freiheitliche Landesspitze als Parteifreunde stets an seiner Seite. Passend zu deren Schwerpunktthema Sicherheit wartete der Innenminister mit Ankündigungen zum Klagenfurter Hauptbahnhof auf.

Herbert Kickl FPÖ
ORF
v.l.: Innenminister Herbert Kickl, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, Landespolizeidirektor-Stv. Wolfgang Rauchegger

Bahnhofs-Polizeiwache kommt derzeit nicht zurück

Die 2014 unter Vor-Vorgängerin Johanna Mikl-Leitner geschlossene Polizeiinspektion will er vorerst nicht wieder aufsperren, ab sofort sollen aber täglich zwischen 6.00 und 22.00 Uhr insgesamt vier uniformierte Polizisten im Bahnhofsbereich auf Streife sein. Es soll auch regelmäßig Schwerpunktkontrollen von zivilen Drogenfahndern geben: „Die sichtbare Polizeipräsenz am Bahnhof und Bahnhofsgelände wird verstärkt, es sind stets Polizisten vor Ort präsent. Sie gehen den konkreten Problemstellungen nach, ich rede von der massiven Steigerung der Drogendelikte in diesem Bereich.“ Ob es die Polizeiinspektion Bahnhof wieder geben werde, hänge von der weiteren Entwicklung ab, so Kickl.

Mehr Suchtgiftermittler

Wegen der insgesamt steigenden Suchtgiftkriminalität, für die der Minister Drogenkuriere aus Slowenien und Asylwerber hauptverantwortlich macht, werde die Zahl der Suchtgiftermittler in Klagenfurt von sechs auf 15 aufgestockt. In Villach wurde eine eigene fünfköpfige Gruppe eingerichtet.

FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann sagte, laut Regierungsverhandlungen werde es in ganz Österreich über 2.000 neue Planstellen zusätzlich geben. Es sei wesentlich, dass man dies auch in Kärnten sehen werde. Die Polizeipostenschließungen der vergangenen Jahre sollten laut Darmann neu evaluiert werden.

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