Windparks wieder in der Warteschleife

„Weiter warten“, heißt es für die Windpark-Projekte auf Kuchalm und Koralpe. Eine Beschwerde des Vereins Birdlife könnte den Baustart auf der Kuchalm um Monate verzögern, für das Koralpe-Projekt gibt es Bedenken beim Naturschutzbeirat.

Auf der Kuchalm in Metnitz will die Villacher Firma Carinthia Wind einen Windpark mit acht Windrädern bauen. 1,1 Millionen Euro wurden laut Geschäftsführer Werner Feuerabend bereits in die Planung und Gutachten investiert. Aktuell prüft das Landesverwaltungsgericht das Projekt, die Firma muss auf den Umweltbescheid warten.

Beim Landesverwaltungsgericht legte allerdings auch der Verein Birdlife Einspruch gegen den Windpark ein. In dem Gebiet würden „europarechtlich geschützte Vogelarten“ vorkommen, sagte Andreas Kleewein von birdlife Kärnten. Darunter Auer-, Schnee- und Haselhühner. Diese Vogelarten hätten ohne den dortigen Lebensraum keine Chance auf Fortbestand.

Sorge um den Vogelzug

Sorgen bereitet der Umweltschutzorganisation auch der Vogelzug. Dieser befinde sich, so Kleewein, auf Höhe der Rotorblätter der Windräder. Die Folge könnten in der Zugzeit „Hunderte bis Tausende tote Vögel sein.“ Birdlife rechnet mit einer Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes frühestens in einem halben Jahr. Denn laut Birdlife gibt es noch weitere Parteien, die gegen das Projekt vorgehen.

Carinthia-Winds-Geschäftsführer Werner Feuerabend überlegt nun wegen mutwilliger Verzögerungen des Verfahrens rechtlich gegen Birdlife vorzugehen: „Das Projekt wurde von Sachverständigen begutachtet und mit gewissen Auflagen positiv bewertet. Diese Auflagen werden wir auch umsetzen. Birdlife kommt aber immer wieder mit neuen Gegenargumenten.“ Liegen alle Bescheide vor, sollen auf der Kuchalm acht Windräder 19,8 Megawatt Energie erzeugen, damit sollen rund 12.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Keine UVP: Beschwerde vom Naturschutzbeirat

Für Wirbel sorgt auch das Windpark-Projekt Koralpe. Das Land entschied zwar, dass dafür keine UVP nötig ist, dagegen legte nun aber der Naturschutzbeirat Beschwerde ein. Kritik daran kommt vom Team Kärnten, Landesrat Gerhard Köfer ortet eine „inakzeptable Verzögerung“. 25 Millionen Euro sollten investiert werden, Kärnten, könne es sich nicht erlauben, auf Investitionen in solchen Dimensionen zu verzichten. Köfer forderte deswegen erneut, dass dem Naturschutzbeirat auch ein Wirtschaftsvertreter angehören sollte.

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