Messegelände Triest in Klagenfurter Hand

Der Immobilienentwickler MID Holding hat das ehemalige Messegeländes in Triest ersteigert. Er setzte sich gegen drei andere Bieter durch. Das Konsortium mit Sitz in Klagenfurt zahlt für den Erwerb des 20.000 Quadratmeter großen Geländes zwölf Millionen Euro.

Der Investor, der seit 35 Jahren auf dem Immobiliensektor tätig ist, will neue Märkte erobern. Nach Projekten in Österreich, Ungarn, Slowenien und Kroatien ist das Projekt in Italien für die MID Holding das erste bei den italienischen Nachbarn.

Lokale Partner, keine konkreten Pläne

Die Klagenfurter boten fast zwei Millionen Euro mehr als den Startpreis der Auktion, der auf 10,3 Millionen Euro festgelegt worden war. Sie erhielten letztendlich den Zuschlag für den Kauf. Um das Projekt in Triest umzusetzen werde er auf lokale Partner setzen, sagte der Eigentümer der Holding, Walter Moser. Was genau in dem aufgelassenen Gebäude geplant ist, steht noch nicht fest.

Geschäfte, Wohnungen, Garagen sind möglich

Möglich ist allerdings vieles auf dem Gelände im Nordosten der Stadt, das unweit des Fußball-Stadions und in der Nähe der Autobahn liegt, so Antonio Paoletti, Präsident der Spezialagentur ARIES, die in Triest die Messen abwickelt. „Das neue Stadtbebauungskonzept von Triest sieht vor, dass dort - im Unterschied zu früher - Geschäfte, aber auch Wohnungen und Garagen errichtet werden können. Das wertet das Gelände enorm auf, denn in diesem Stadtteil sind Parkplätze rar. Auch wenn die Kärntner Investoren jetzt mehr bezahlt haben, wird sich diese Investiton sicher lohnen.“

Das Gelände blieb fast zehn Jahren ungenutzt. Die Hallen selbst zu renovieren, um dort wieder Messen auszutragen, wäre für die Messegesellschaft ARIES zu kostspielig gewesen. Seither finden diese an unterschiedlichen Orten, zum Teil in angemieten Hallen, statt.

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