Görtschitztal: Weitere Proben und Kontrollen

Seit mehr als einer Woche ist die Hexachlorbenzol-Belastung im Görtschitztal bekannt. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist weiter groß. Ein Grund sind unterschiedliche Aussagen über die Milch und ob man diese derzeit trinken soll oder nicht.

Fest steht: Für einen Teil der getesteten Höfe im Görtschitztal konnte bei den Milchproben Entwarnung gegeben werden. Dennoch empfiehlt die Landes-Sanitätsdirektion vorerst keine Milch und andere Produkte aus dieser Region zu konsumieren. Laut Medienberichten soll es hier bei der Beprobung zu einem Expertenstreit beim Land Kärnten gekommen sein. Das weist Albert Kreiner, der Krisenmanager des Landes, zurück.

Vorerst strengere Proben

Kreiner sagte Donnerstagmittag gegenüber dem ORF Kärnten: „Es gibt keine Expertenstreit. Wir haben jedoch in einer internen Runde festgelegt, dass die Rohmilch, die bei den Landwirten abgeholt werden soll, strenger als notwendig beurteilt wird. Damit haben die Molkereien auch die Gewissheit, dass sie für Konsumenten unbedenkliche Lebensmittel erzeugen können. Man kann sagen, die Milch aus dem Görtschitztal ist gegenwärtig verkehrsfähig. Die Menschen im Tal sollen aber vorsichtig damit umgehen, da wir noch nicht die Gesamtbeurteilung vorliegen haben.“

Zwischen den Zeilen kann man das so verstehen, dass Milch von Direktvermarktern - bis zum Vorliegen einer Gesamtbeurteilung Mitte Dezember - nicht konsumiert werden sollte. Am Mittwoch wurden zahlreiche Futtermittelproben gezogen und heute zur Untersuchung nach Wien gebracht. Aber auch die Milch wird weiter beprobt. Kreiner ergänzte: „Derzeit werden noch Betriebe, die vom Lieferstopp betroffen sind, beprobt. Aber auch freigegebene Betriebe werden weiterhin überprüft.“ Der Ankündigung seitens der Landwirtschaftskammer, dass auch diese eigene Beprobungen durchführen will steht Kreiner positiv gegenüber. Diese Proben würden aber nur eine Orientierung bieten und seien nicht amtlich.

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