Weitere Brände in Oberitalien

Auch am Montag geht der Einsatz der Kärntner Feuerwehrleute bei den Waldbränden im Kanaltal (Italien) weiter. Derzeit ist die Lage unter Kontrolle, die Lage ist jedoch weiter schwierig. Es brennt noch an drei anderen Stellen und auch in Slowenien.

Wegen der Brände soll die Bundesstrasse SS13 Pontebbana zwischen den Ortschaften Pietratagliata und Chiusaforte bis Dienstag geschlossen bleiben, berichteten friaulische Medien.

Auch 47 Kärntner Feuerwehrleute waren am Montag wieder im Einsatz, um beim Löscheinsatz zu helfen. Die Lage auf der Hochebene von Montasio, wo die Kärntner eine Barriere errichtet haben, um die weitere Ausbreitung der Flammen zu stoppen, hat sich gebessert. Die Kärntner Feuerwehrleute haben ein zugeteiltes Einsatzgebiet bei Sella Nevea. Ein Ausbreiten der Flammen auf die bewirtschaftete Montasioalm konnte bisher verhindert werden, so der Kärntner Waldbrandexperte Peter Schrott. Alle hoffen dennoch auf einen flächendeckenderen Regen, der den Einsatzkräften sehr helfen würde.

Ortschaften konnten geschützt werden

Es ist gelungen, auch die Ortschaften im Tal mit Wassersperren und Abwehrlinien zu schützen. Die Lage habe sich von Sonntag auf Montag weiter entspannt. Die Kärntner Feuerwehr-Spezialisten sind derzeit mit dem Hubschrauber auf Erkundungsflug. Die Flammen konnten großteils eingedämmt werden, doch es gibt noch Glutnester. Ein Teil der Helfer aus Kärnten ist im steilen Gelände unterwegs. Am Nachmittag wird bei einer Lagebesprechung entschieden wie es weitergeht, so Schrott. Man werde bis zum Abend arbeiten und die Schlauchleitungen nutzen. Man habe laufend Besprechungen und Erkundungsflüge mit den italienischen Einsatzleitern.

Der Kärntner Waldbrandexperte ist zuversichtlich, dass die Kärntner Feuerwehrleute schon Montagabend ihren Einsatz beenden können. Bis Dienstagnachmittag sollen dann auch die Spezialgeräte wieder in Kärnten sein. Noch ist das aber nicht sicher.

Weitere Brände ausgebrochen

Dort, wo die Kärntner Trupps im Einsatz sind, wütet nicht der einzige Waldbrand in Norditalien. Es brennt noch bei Pontebba, aber auch hier sei die Lage halbwegs unter Kontrolle, sagte Daniel Zelloth, der Kommandant der Feuerwehr Uggovitza. Kleinere Brände werden auch aus der Gegend oberhalb von Tolmezzo und Nova Gorica im Westen von Slowenien, an der italienischen Grenze, gemeldet.

Auch hier gibt es immer wieder Wasserabwürfe aus der Luft. Auch wenn die Kärntner Spezialtrupps abziehen sollen, sei ein „Brand aus“ auch bei Sella Nevea in den nächsten Tagen noch nicht zu erwarten, so Schrott.

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