Lauftraining entlang des Meeres
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„Servus Srecno Ciao“

Spring run – der Trieste Marathon

In Duino bei Triest sind am vergangenen Sonntag Laufbegeisterte aus dem gesamten Alpen-Adria-Raum zu mehreren Wettkämpfen aufgebrochen, darunter auch Kärntnerinnen und Kärntner.

Barbara Santer aus Wernberg läuft für ihr Leben gern. Fast ein Dutzend Mal war die 65-Jährige schon bei der „Bavisela“, als die der Wettbewerb in Triest landläufig bekannt ist, dabei: „Das hat sich so ergeben. Ich brauche immer ein bisschen ein Ziel. Und das macht halt dann das aus. Wenn ich hier herunten laufe, in Italien, das liebe ich.“ Wenn es entlang des Meeres möglich ist, beflügelt sie das noch mehr.

Barbara Santer
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Training entlang des Meeres

Auch Alessia Sergon aus Muggia bereitete sich auf ihrer Lieblingsstrecke entlang des „Boa Beach“ drei, vier Mal pro Woche auf den Lauf vor. Nicht zum ersten Mal ist sie beim Wettkampf in Triest dabei, dennoch ist das „Heimspiel“ für sie etwas Besonderes: „Im Unterschied zu anderen Städten ist man hier an der Küstenstraße vom üblichen Straßenverkehr abgeschirmt. In Barcola trifft man dann auf die Zuschauer, die einem noch einmal Energie geben, wenn man schon 15 oder 16 Kilometer hinter sich hat, wo einem langsam die Puste ausgeht.“

Servus Srecno Ciao, Sendung vom 11.5.2024

Die diesjährige Ausgabe des „Spring Run“ brach laut den Veranstaltern alle Rekorde. 10.000 Athleten waren insgesamt bei den unterschiedlichen Bewerben am Start. Beim Halbmarathon von Duino nach Triest gewannen der italienisch-marokkanische Abdoullah Bamoussa und die äthiopische Favoritin Asmera-work Bekele Wolk-eba.

Sieger der Männer
Trieste Spring Run
Abdoullah Bamoussa
Siegerin der Frauen
Trieste Spring Run
Asmera-work Bekele Wolk-eba

Teilnehmer sind zufrieden

Auch die meisten anderen Teilnehmer waren zufrieden mit ihrer Leistung, sagte Teilnehmer Christoph Haimburger: „Um die 1:24 war meine Zeit. Ein bisschen langsamer, als ich mir erhofft habe, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden und Spaß habe ich auch gehabt, ja.“ Sandro Novosel aus Kroatien sagte: „Ich liebe diese Region. Das ist mein erster Besuch in Triest für den Halbmarathon. Ich mag es, neue Städte kennenzulernen und das mit dem Sport zu verbinden.“

Läufer von oben
Trieste Spring Run

Kärnten wirbt beim Spring run

Darauf setzen auch die Organisatoren von Laufveranstaltungen in den Nachbarregionen, die sich ebenfalls auf der Piazza Unita präsentierten. Lukas Brüggler vom Organisationsteam „Kärnten Läuft“ sagte, es gehe auch darum „dass man sich gegenseitig unterstützt, dass man direkt an der Zielgruppe mit den Leuten kommuniziert und dort dann die eigene Veranstaltung in unserem Fall Kärnten Läuft oder den Großglockner Mountain Run halt auch promotet und die Leute nach Kärnten bringt. Also auch nicht nur die Veranstaltung, sondern auch die Region dort promotet.“

Zielgerade in der Stadt
Trieste Spring Run

Teilnehmer Mathias Russegger meinte, für ihn sei es eine Vorbereitung gewesen: „Ich möchte gerne in Kärnten den Ironman machen, heuer zum ersten Mal. Und da war das eine gute Einstimmung heute und zeitmäßig hat es auch gepasst.“

Sendungshinweis:

Servus, Srecno, Ciao; 11.5.5024

Laufsaison geht noch weiter

Auch Barbara Santner ist zufrieden mit dem Resultat in ihrer Altersklasse: „Für mich war es ganz schön krass, weil so heiß war. Die letzten rund vier, fünf Kilometer, war es eher zäh. Aber du siehst die Leute und jetzt bin ich glücklich.“ Und die Medaille, die sie mit nach Kärnten nimmt, dient ihr als weiterer Ansporn – denn die Laufsaison ist für heuer noch lange nicht beendet.