Joze Plecnik
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„Servus Srecno Ciao“

Auf den Spuren von Architekt Jože Plečnik

Im Wohnhaus des Architekten Jože Plečnik, der Laibach prägte, findet derzeit eine Ausstellung zu Leben und Werk statt. Die Sonderschau widmet sich seinen Ideen zur Gestaltung von öffentlichen Plätzen und Straßen.

Jože Plečnik wurde am 23. Jänner 1872 in Laibach geboren, damals Österreich-Ungarn. Er starb am 7. Jänner 1957 in Laibach, zu diesem Zeitpunkt bereits Jugoslawien. Er war ein Architekt, der in Wien, Prag und Laibach wirkte. Ein Großteil der Laibacher Stadtgestaltung von Plečnik wurde 2009 als nationales Kulturerbe Sloweniens unter Schutz gestellt und in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Arbeitszimmer von Joze Plecnik
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Das Arbeitszimmer

Im Plečnik-Haus hinter der Kirche von Trnovo in Laibach ließ sich der Architekt nach seinen Wiener Jahren Anfang der 1920er Jahre nieder. Im Zubau, der einem Turm nachempfunden ist, arbeitete und lehrte er. Hier findet eine Sonderschau statt

Servus Srecno Ciao vom 10.2.2024

Kuratorin Darja Pergovnik: „Plečnik war ein universeller Geist. Das war die Grundlage für die Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe. Er entwickelte fortschrittliche Gedanken zum Thema öffentlicher Raum und bezog bauliche Strukturen, aber auch Grünflächen mit ein.“

Alte Ansicht von Laibach
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Entwurf Plečniks

Breites Spektrum von Entwürfen

Die Kraft seiner Arbeit zeigt sich in der Ausstellung. Vom Lesesaal bis zum Friedhofsgebäude und daneben auch ganz einfachen Dingen wie etwa der Einrichtung eines Geschäfts. Plečnik wird seinem Ruf als Universalarchitekt gerecht. Zu sehen sind aber auch Pläne, Modelle und Fotos der Werke, die nie verwirklicht wurden.

Sendungshinweis:

Servus, Srecno, Ciao; 10.2.2024

Entwurf von Parlamentsgebäude nie verwirklicht

Darunter befindet sich auch ein Entwurf für ein Parlamentsgebäude, der aber ein Entwurf bleiben sollte, so Ana Porok, Kustos des Plečnik-Hauses: „Wir möchten, dass die Besucher hier grundlegende Informationen über das Leben Plečniks und seine Arbeit erhalten und sich dann selbst auf den Weg machen. Diese Stadt ist einfach seine Stadt, die er an vielen Orten gestaltet hat. Wir empfehlen, die Eindrücke auf sich wirken zu lassen und sich selbst ein Bild zu machen.“

Entwurf für ein Parlamentsgebäude
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Entwurf eines Parlaments

Eine Führung beginnt immer im Arbeitszimmer. Hier plante der Architekt bis zu seinem Tod im Jahr 1957 und hinterließ viele Zeugnisse seines Schaffens.