Wie gemalt liegen die Weißenfelser Seen am Fuße der Julischen Alpen. Vor allem früh am Morgen lassen sich die Stille und das herbstliche Farbspiel genießen. Schroffe Bergwelten, weitläufige Wälder und glasklare Gewässer – rund um die Gemeinde Malborghetto-Valbruna gibt es Vieles, das es wert ist, entdeckt zu werden.

Wanderweg mit Baum-Infos
Der neu befestigte Forstweg führt vom Ende des Saisera-Tals, vom Refugio Grego aus, bis hin zum Dogna-Tal. Im Saisera-Tal findet jedes Jahr im Juni das „Risonanze-Musikfestival“ statt. Ein fünf Kilometer langer Wanderweg, der „Forest Sound Track“, gibt Aufschluss über die hier weit verbreiteten Fichten, so Igor Longhini.
Unterwegs im Saiseratal
„Die haben ein besonders Holz. Sie wachsen in einem gemischten Wald. Es gibt nicht nur Fichten, es gibt auch andere Bäume daneben. Die wachsen immer sehr regulär. Es entstehen während des Wachstums kleine Vs in den inneren Ringen. Sie strahlen den Sound am Anfang bis zum Ende.“

Sie sind daher unter Geigenbauern sehr gefragt. Künstler aus der Umgebung haben daraus auch Skulpturen gefertigt, die entlang des Weges betrachtet werden können.

„Das hier ist ein kleines Tal, wo eigentlich nichts ist – aber gleichzeitig bietet es alles. Es ist ein Sinnbild für das, was unberührte Natur ausmacht. Sie muss geschützt werden – nicht unbedingt nur vor dem Einfluss der Menschen, sondern einfach ihretwegen. Wir Menschen sind ja sozusagen nur auf der Durchreise, aber das Gestein und das Holz bleiben bestehen.“

Zu Gast bei Irma und Monica
Viele, die einen Ausflug hierher machen, kommen bei Irma und Monica in Valbruna vorbei. Für ihre hausgemachten Mehlspeisen sind sie weithin bekannt. Egal ob Torten oder Kekse – schmecken sollen sie alle wie von der „mamma“ oder Oma gemacht. Obwohl sie schon längst in Pension sein könnte steht Irma Keil noch fast täglich in der Backstube.
Diesmal bereitet sie ihre beliebten „girelle alla canella“ zu, also Zimtschnecken: „Den Schartl, den Reindling – das Rezept ist von der Mama. Apfelstrudel von der Mama. Sie war aus Seifnitz. Sie hat, wenn sie den Teig gemacht hat, immer gesagt: Wenn er schön gezogen ist muss man den Luschari sehen.“

Freiluft-Adventpfad
20 Jahre sind es im nächsten Jahr, dass Irma gemeinsam mit ihrer Tochter Monica in Valbruna (Deutsch Wolfsbach, slowenisch: Ovčja vas) eine Backstube eröffnete. Auch wenn die Dekoration schon jetzt in Weihnachtsstimmung versetzt, für den nächsten Besuch muss man sich etwas gedulden: Bis 23. November haben Monica und Irma „Betriebsurlaub“: „Urlaub zum Keksebacken. Wir backen 30 Sorten, Kletzenbrot machen wir auch und Stollen mit und ohne Marzipan.“

Dann steht auch dem Freiluft-Adventpfad unter dem Motto „Advent Pur“ nichts mehr im Wege. Ein zweieinhalb Kilometer langer Wanderweg, der von 27. November bis 18. Dezember – jeweils an den Wochenenden nachmittags, sowie am 8. Dezember – die Besucher in das vorweihnachtliche Brauchtum des Kanaltals eintauchen lässt.