Reihen von Hopfenpflanzen
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Hopfenanbau in Celje

Servus Srecno Ciao besucht diesmal zwei Bauernhöfe in der Region um Celje. Auf einem wird in der dritten Generation Hopfen angebaut, der andere widmet sich der Milchwirtschaft und produziert am Hof Spezialiäten. Das Team war auch zu Gast im Biermuseum.

Sein Vater hat mit dem Hopfenanbau begonnen, Ivan Oset führt die Tradition weiter und mittlerweile ist auch schon sein Sohn aktiv. Auf einer Fläche von 30 Hektar gedeiht wertvoller Hopfen der Sorten Aurora, Celeja, Kardinal und Kolibri. Aurora ist die Hauptsorte und wird gerade geerntet. Obwohl das mittlerweile schon automatisiert möglich wäre, beschäftigt Ivan Oset noch immer jedes Jahr Erntehelfer.

Hopfenernte mit Traktor
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Hopfenernte mit Traktor

Hopfen leidet unter Wetter

Ganz zufrieden ist er heuer mit dem Wachstum der speziellen Pflanzen nicht, so der Hopfenbauer: "Heuer hat das Wetter unserem Hopfen stark zugesetzt. Es gab viele Gewitter und auch Hagel. Eine genaue Schätzung der Erntemenge kann ich jetzt noch nicht abgeben, aber es wird leider wohl so sein, dass wir das letzte Jahr nicht übertreffen werden.

Geerntete Hopfenblüten
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Hopfenblüten werden sortiert und dann getrocknet

In einer eigenen Halle am Hof werden die Hopfenpflanzen verarbeitet. Zunächst erfolgt das Rebeln, sodass nur mehr die Blütenstände übrig bleiben.
Diese werden in drei Druchgängen etwa viereinhalb Stunden getrocknet.
Dann erfolgt die Verpackung, rund fünfzig Kilogramm wiegt so ein Hopfenpaket. Eine letzte Kontrolle, dann geht es in den Verkauf, so Oset: „95 Prozent der slowenischen Hopfenernte gehen in den Export, etwa nach in die USA, Deutschland, Japan, aber auch nach Österreich. Die restlichen 5 Prozent werden in Slowenien vermarktet und gehen zu die heimischen Brauereien.“

Sendungshinweis:

Servus Srecno Ciao, 8. September 2019

Museum der Biertradition

In der Ortschaft Zalec besuchte das SSC-Team das Ökumuseum, das die Geschichte des Hopfenanbaus und der Bierbrau-Tradition in der Region darstellt. Barbara Novak: „Natürlich gibt es bei uns viele Informationen zum Thema Bier. Daneben haben wir noch eine Briefmarken-Ausstellung, die in Slowenien, aber auch in Großbritannien und anderen Ländern gezeigt wurde und das Thema Hopfen und Bierproduktion beinhaltet.“

Ausstellung im Biermuseum
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Museum mit Bierbrunnen in Zalec

Hopfen, Gerstenmalz, Wasser und Hefe – daraus wird Bier gebraut und das kann in Zalec beim sogenannten Bierbrunnen auch gleich probiert werden. Sechs verschiedene Sorten stehen zum Verkostungspreis täglich zur Verfügung, das Interesse ist groß.

Hof der Holsteinrinder

In Spodnje Grusovlje liegt der Hof der Familie Cetina. 60 Hektar Land werden bearbeitet, die Milchwirtschaft steht dabei im Mittelpunkt. Damijan Cetina hat sich für Holstein-Rinder entschieden, von den mehr als 170 Tieren sind gut 85 Milchkühe. Gemolken wird im vollautomatischen Roboter- Melkstand, eine große Investition, doch eine Entscheidung musste getroffen werden.

Milchbauer beim Füttern der Kühe
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Damijan Cetina füttert seine Holsteinerrinder

Landwirt Damijan Cetina: „Vor zehn Jahren haben wir uns entschlossen, selbst Milchprodukte herzustellen, weil der Milchpreis damals sehr niedrig war. So haben wir eine Lösung gefunden, die Rohmilch zu veredeln und dadurch einen besseren Preis zu erzielen.“

Milch wird für Käse gerührt
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Produkte von der eigenen Milch

Käseproduktion ist auf der Kmetija Flis noch reine Handarbeit. Mateja erwärmt die Milch auf 60 Grad Celius und fügt dann zur Gerinnung Essig hinzu. Damit wird ein frischer Käse erzeugt, der nach dem Pressen für einige Stunden in ein Salzbad kommt. Als Grillkäse ist er weit herum bekannt und beliebt. Katja und Mateja sind mit viel Umsicht im Einsatz und erzeugen auch Trinkmilch und Joghurt in verschiedenen Geschmacksrichtungen. „Kmetija Flis“ – eine kleine aber feine Hofmolkerei im Savinja-Tal.