Meistgeklickt im Juni

Das Topthema im Juni waren die schweren Unwetter mit Muren und Überflutungen in Mittelkärnten, die auch die meisten Leserinnen und Leser interessierte. Auf Platz zwei der Tod von Heidi Goess-Horten, gefolgt vom Biss einer Hornviper. Ein Kind musste ins Krankenhaus gebracht werden.

In der Nacht zum 29. Juni wurde Kärnten von schweren Gewittern heimgesucht, besonders betroffen die Orte Arriach und Treffen. Arriach war von der Umwelt abgeschnitten, in Treffen wurde der ganze Ort vermurt, ein Mann starb in seiner Garage, als das Geröll kam – mehr dazu in Zivilschutzalarm in zwei Gemeinden. Die Aufräumarbeiten liefen tagelang, der Katastrophenzug aus Unterkärnten war ebenfalls im Einsatz, über 500 Feuerwehrleute arbeiteten zeitweise vor Ort an Behebung der Schäden, es gab auch großflächige Stromausfälle.

Baggerarbeiten mitten im Ort
ORF/Lisa Natmessnig
Unter dem Schutt verläuft die Hauptstraße Richtung Gegendtal

Milliardärin verstorben

Heidi Goess-Horten, die Mäzenin des KAC und Kunstsammlerin, starb am 12. Juni im 81. Lebensjahr – mehr dazu in Heidi Goess-Horten gestorben. Heidi Goess-Horten wurde am 13. Februar 1941 in Wien als Heidi Jelinek geboren. Sie arbeitete als Sekretärin einer Filiale der Firma Ideal Standard Registerkassen in Wien und lernte 19-jährig in einer Hotelbar in Velden am Wörthersee den 32 Jahre älteren deutschen Kaufhausbesitzer Helmut Horten kennen, den sie im Jahr 1966 heiratete. Als Helmut Horten 1987 starb, erbte Heidi Horten das gesamte Vermögen des Milliardärs und gründete wenige Jahre später die Helmut Horten Stiftung. Bis zuletzt wurde über die Herkunft des Geldes öffentlich debattiert, weil Helmut Horten die „Arisierung“ in der Nazi-Zeit vorangetrieben haben soll.

Fotos von Heide Horten und ihrem Ehemann Helmuth Horten
ORF
Heidi und Helmut Horten

Kind von Hornviper gebissen

Ein sechsjähriges Mädchen aus Wien ist am Forstsee in der Gemeinde Techelsberg von einer Hornviper gebissen worden. Das Kind wurde vom Rettungshubschrauber ins LKH Villach gebracht. Die Reptilien-Expertin Helga Happ bestätigte, dass das Wetter die Schlangen zurzeit äußerst aggressiv mache. Das Kind war auf Felsen herumgeklettert und klagte nach dem Biss über Schwindel, daher wurde sie vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht – mehr dazu: Kind von Hornviper gebissen.

Versorgung des Kindes beim Forstsee
C11/Umschaden