Meistgeklickt im Oktober

Zu den Online-Beiträgen, die die Leser im Oktober am meisten interessiert haben, zählten zwei Artikel, die sich mit dem Tod eines Mannes, der im Ossiacher See nach Kriegsreliken getaucht hatte. Am häufigsten angelickt wurde ein Bericht über ein eingestelltes Verfahren wegen Nichtabhebens beim Contact-Tracing.

Ende 2020 gab es Strafen, weil positiv auf das Coronavirus getestete Personen weiter mit ihren Angehörigen zusammengelebt hatten. Im Oktober 2021 sollten positiv getestete Personen 150 Euro Strafe zahlen, weil sie nicht abhoben, als die Contact-Tracer anriefen.

Stein des Anstoßes war der Fall der 16 Jahre alten Tochter einer Gitschtaler Familie. Anfang September machte sie in einer Mödlinger Apotheke einen Antigen-Test. Als das Ergebnis positiv war, fuhr sie sofort heim nach Kärnten und begab sich in Quarantäne. Die Mödlinger Contact-Tracer versuchten sie noch am selben Tag zu erreichen. Bei unbekannten Nummern hebe das Mädchen aber nicht ab, sagte die Mutter später gegenüber dem ORF Kärnten. Als am Nachmittag die örtliche Bezirkshauptmannschaft mit bekannter Nummer anrief, gab sie jedoch sofort alle notwendigen Daten weiter.

Verfahren wegen „plausibler Erklärung“ eingestellt

Wenige Tage nach der Berichterstattung hieß es, das Verfahren werde eingestellt. Die Bezirkshauptmannschaft sprach von einer „plausiblen Erklärung“, warum die beiden nicht abgehoben hätten, deswegen würden die Verfahren mit 150 Euro Strafe eingestellt. Auf die Kritik des Anwalts der beiden, dass die telefonische Kontaktaufnahme in so einem Fall nicht ausreiche, ging der Bezirkshauptmann nicht ein – mehr dazu in Verfahren wegen Nichtabhebens eingestellt.

Urlauber bei Explosion von Kriegsrelikt gestorben

Es war der letzte September-Tag, an dem ein 59 Jahre alter Deutscher in Steindorf ein Kriegsrelikt aus dem Zweiten Weltkrieg aus dem Ossiacher See barg. Einen Tag später explodierte das Relikt plötzlich – vermutlich, als der Mann aus Sachsen-Anhalt damit im Uferbereich, wo er es deponiert hatte, hantierte. Er erlitt tödliche Verletzungen – mehr dazu in Kriegsrelikt explodiert: Mann getötet.

Das Gebiet, in dem sich die Explosion ereignete, wurde großräumig abgesperrt. Laut Polizei wurde davon ausgegangen, dass sich weitere explosive Relikte in dem Bereich befinden könnten. Ingesamt sind die österreichischen Seen voller Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg, so auch der Ossiacher See. Er wurde zum Dorado für Hobbytaucher, die es auf historische Munition und Waffen abgesehen haben. Der deutsche Urlauber, der bei der Explosion einer Granate starb, war einer von ihnen – mehr dazu in Explosionsopfer tauchte nach Relikten.