Meistgeklickt im April

Die Beiträge auf kaernten.ORF.at, die die Leser am meisten interessierten, waren angeblich verschwundene Impfdosen in Villach, teure Ping-Anrufe und das Ende eines Zivilprozesses um einen tödlichen Wanderunfall in Oberdrauburg.

In der Impfstraße in Villach fehlten laut aktuellen Aufzeichnungen 35 Impfdosen. Seit Februar wurden am gleichen Standort 175 Dosen als fehlend gemeldet. Vorerst war nicht klar, was mit diesen Impfdosen passierte, es wurde Anzeige erstattet – mehr dazu in Verschwundene Impfdosen in Villach (kaernten.ORF.at; 21.4.2021). Allerdings verliefen die Ermittlungen im Sande, möglich sei, dass die Impfungen nicht im digitalen Impfpass eingetragen wurden, aus welchen Gründen auch immer. Betroffen war der Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Impfdosen von Pfizer Biontech
ORF
Ein Diebstahl konnte nicht nachgewiesen werden

Teure Ping-Anrufe

In letzter Zeit nehmen auch in Kärnten Ping-Anrufe zu. Betrüger versuchen mit kurzen Anrufen, die Betroffenen zu einem Rückruf zu bewegen. Dabei fallen hohe Minutenpreise an. Die Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde rät zu Vorsicht und Meldung solcher Anrufe. Betroffene berichten von einem oder mehreren Anrufen in Abwesenheit von einer nicht gespeicherten, meist ausländischen Telefonnummer. Derzeit häufen sich etwa Anrufe mit Nummern, die mit 0037 oder +37 beginnen – es gibt aber viele weitere – mehr dazu in Warnung vor teuren Ping-Anrufen (kaernten.ORF.at; 18.4.2021).

OGH spricht Witwe Schmerzensgeld zu

Fünf Jahre lang war der tödliche Absturz eines deutschen Wandereres von einem Weg in Oberdrauburg ein Fall für verschiedene Gerichte. Die strafrechtlichen Ermittlungen wurden zwar eingestellt, zivilrechtlich wurde aber im April der klagenden Witwe recht gegeben. Der Oberste Gerichtshof (OGH) stellte grobe Fahrlässigkeit beim Wegeerhalter fest.

Der Wandersteig in der Trögerwand
ORF/Peter Matha
Die Seile waren vermodert und rissen

Der Unfall passierte im Bereich der Trögerwand bei Oberdrauburg durch ein gerissenes Halteseil. Der 58 Jahre alte Deutsche war beim Wandern als Letzter einer Gruppe unterwegs und stürzte plötzlich etwa 50 Meter in die Tiefe. Es ging vor allem um die Frage, wer die Seile montiert hatte und wer dafür haftete – mehr dazu in Tödlicher Absturz: OGH gibt Witwe recht (kaernten.ORF.at; 28.4.2021). Die Hinterbliebenen bekommen nun mehrere hunderttausend Euro.