Die Top drei im Dezember 2016

Ein Erpresser, der bei der Geldübergabe gefasst wurde, der Kampf Klagenfurts gegen den Mülltourismus und die letzte Fahrt der Gailtalbahn - das waren im Dezember 2016 die meist gelesenen Geschichten auf kaernten.ORF.at.

310.000 Euro forderte ein 24-jähriger Erpresser im Dezember von einer Kärntnerin. Andernfalls werde er ihre beiden Kinder töten, drohte der Mann der 53-jährigen Frau aus Völkermarkt in einem E-Mail. Außerdem seien rund um das Haus Bomben deponiert.

Die schockierte Frau wandte sich an die Polizei, mit Hilfe der Cobra konnte der Mann bei der Geldübergabe in Graz gefasst werden. Der Täter, ein 24-jähriger Beschäftigungsloser aus dem Bezirk Völkermarkt, gab als Motiv Geldnot an. Die Kärntnerin hatte er als Opfer ausgewählt, weil er davon ausgegangen war, dass sie Zugang zu höheren Geldsummen habe - mehr dazu in Morddrohung: Erpresser bei Übergabe gefasst.

Verkleinerte Abfallkörbe gegen Mülltourismus

Auf Platz zwei der meistgelesenen Geschichten war im Dezember der Kampf der Landeshauptstadt gegen den Mülltourismus. Pendler entsorgen ihren Hausmüll nicht in der eigenen Mülltonne, sondern illegal in öffentlichen Abfallbehältern. 100 Tonnen „importierten“ Müll entsorgt Klagenfurt jedes Jahr.

Mülltourismus Klagenfurt

ORF/Peter Matha

Klagenfurt wehrt sich nun mit kleineren Öffnungen bei den Abfallkörben - mehr dazu in Verkleinerte Abfallkörbe gegen Mülltourismus. 25 gibt es bereits, hundert wurden bestellt. Die kleinere Öffnung verhindert, dass große Müllsäcke hineingeworfen werden. Die Maßnahme zeigt Erfolg, bereits jetzt habe sich der „illegale“ Müll verringert, heißt es aus dem Rathaus.

Mülltourismus Klagenfurt

ORF/Peter Matha

Nostalgische letzte Fahrt

Am 11. Dezember trat die Gailtalbahn nach 101 Jahren ihre letzte Fahrt an. Hunderte Gailtaler nahmen wehmütig Abschied - mehr dazu in Die letzte Fahrt der Gailtalbahn. Der Betrieb zwischen Hermagor und Kötschach-Mauthen ist nun eingestellt, die Strecke wird künftig mit Bussen bedient. Einige hundert Menschen kamen Samstagabend zum kleinen Bahnhof nach Kötschach-Mauthen, um sich etwas wehmütig zu verabschieden. 47 Minuten dauerte die letzte Fahrt, an einigen Stationen wurde der Zug mit Musik, Folgetonhorn und von Feuerwehr und Anrainern verabschiedet.

Gailtalbahn letzte Fahrt ÖBB

ORF/Matha

Die letzten Fahrgäste der Gailtalbahn

Die Dieselbahnstrecke wurde mit den sinkenden Fahrgastzahlen unrentabel, der Verkehr kann nun auf der Straße günstiger angeboten werden. Im Austausch für die Gailtalbahn bekommt das Gailtal eine neue S-Bahnverbindung. Auf eine Zukunft des Bahngleises zwischen Kötschach-Mauthen und Hermagor hofft der Verein Gailtalbahn. Vorstellbar seien etwa Züge für Touristen, sagt Obmann Andreas Mühlsteiger.