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Chronik

Guntschach nach 17 Monaten erreichbar

Nach 17 Monaten kehrt in der Ortschaft Guntschach (Gemeinde Maria Rain) wieder ein bisschen Normalität ein. Nachdem die einzige Zufahrtsstraße von einem Felssturz zerstört worden war und auch eine Notstraße nicht lange gehalten hatte, zogen manche Bewohner vorübergehend weg. Nun kann man in der Früh und am Abend wieder zufahren.

Die Gemeinde Maria Rain informierte die Bevölkerung in einem Brief davon, dass der Ort nun wieder erreicht werden kann. Ab Freitag, dem 17. Mai, steht die Guntschacher Straße wieder stundenweise zur Verfügung. Es gibt aber noch Einschränkungen. Gesperrt ist die Straße wegen laufender Bauarbeiten von Montag bis Freitag zwischen 7.00 und 12.00 und von 13.00 bis 18.00 Uhr. So kommen die Bewohnerinnen und Bewohner zumindest zu Arbeit und Schule bzw. wieder nach Hause.

Der Hemmafelsen verlor ein großes Stück
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Die Zufahrtsstraße wurde komplett verlegt

Bürgermeister zeigt sich erleichtert

Noch seien Sicherungsarbeiten und Arbeiten für die Straßensanierung im Gange, so das Schreiben der Gemeinde. Die festgesetzten Zeiten seien wie eine Brücke zurück zur Normalität. Bürgermeister Franz Ragger (SPÖ) sagte gegenüber dem ORF, ihm falle ein Stein vom Herzen, er sehe ein Licht am Ende des Tunnels. Zumindest zu bestimmten Zeiten könne man die Häuser nun mit dem Auto erreichen.

Ortschaft Guntschach in Maria Rain
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Guntschach

Einige Bürgerinnen und Bürger zogen in Ersatzquartiere außerhalb des Orts, laut dem Bürgermeister müssen diese Quartiere bis Ende Mai wieder geräumt werden. „Ich denke schon, dass die Bewohner jetzt wieder zurückkommen, weil Guntschach ist ja ein wunderschöner Ort zum Leben und zum Wohnen.“ Die Gefahr eines neuerlichen Felssturzes sei nun gebannt, sagte der Bürgermeister: „Ich hoffe, dass es nun wieder so ist, wie es sein soll, dass jeder mit Sicherheit nach Guntschach kommt.“

Arbeiten noch bis Juni fertigstellen

Die Bauarbeiten waren aufwendig, es musste gesprengt werden, das Bundesheer musste sogar vorübergehend eine neue Anlegestelle für die Fähre am Drauufer errichten, damit der Bau für die Zufahrtsstraße beschleunigt werden konnte. Die noch nötigen Sicherungsarbeiten werden noch den Juni in Anspruch nehmen, sagte Ragger. Das Wichtigste sei, dass der Ort nun wieder erreichbar sei und dass bei den gefährlichen Arbeiten niemand zu Schaden gekommen sei, sagte der Bürgermeister.