Saharastaub färbt den Himmel gelblich ein
ORF/Nadja Kopeinig
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Wetter

Saharastaub trübt Luft über Kärnten

Am 1. März beginnt der meteorologische Frühling, diesmal ziemlich trüb. Das liegt nicht nur an einem Italientief mit Regen, sondern auch an einer ganzen Ladung Saharastaub, die derzeit in der Luft liegt.

Ein kräftiges Tief mit seinem Zentrum zwischen Sardinien und Nordafrika wirbelte in den vergangenen Tagen in der libyschen Sahara reichlich Staub bis in große Höhen auf. Mit der starken Südströmung machten sich die feinen Staubpartikel dann auf die weite Reise bis nach Kärnten. Der meiste Staub lag Freitagfrüh in der Luft. Nicola Biermaier aus der ORF-Wetterredaktion: „Wenn man da den gesamten Saharastaub über Kärnten in einen riesigen Sack geben würde, dann wäre der etwa 10.000 Tonnen schwer. Das ist die Menge an Saharastaub, die über ganz Kärnten zu finden ist.“

Bewegung an Ausbreitungsmodellen ersichtlich

Die Berechnungen erfolgen mit Sensoren auf dem Boden und auf Satelliten: „Es wird die sogenannte optische Dichte gemessen. Dabei misst man, wie viel Licht auf dem Weg durch die Luft verloren geht, also wie sehr sie getrübt ist. Und daraus kann man ableiten, wie viel Staub in der Luft ist. Wie sich diese Sahara-Staubwolke dann weiter bewegt, wird mit sogenannten Ausbreitungsmodellen berechnet.“

Saharastaub auf dem schwarzen Lack eines Autos
ORF/Nadja Kopeinig
Sand vermischt sich mit Wasser

Spuren auf Autos zu sehen

Aber nur ein kleiner Teil des Staubs kommt mit dem Regen zu Boden. Der Großteil wird verweht: „Bei leichtem Regen- oder Schneefall sieht man den Staub oft am besten. Der meiste Regen fällt dann am Nachmittag und Abend, wo die Staubkonzentration schon wieder etwas abnimmt. Spuren auf Autos, auf Fensterbrettern oder im Schnee kann es aber durchaus geben“, so Biermaier. In den kommenden Tagen verschwindet der Saharastaub wieder.