Internetkriminalität: Ein Hacker sitzt im Dunkeln vor einem PC.
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Chronk

Kampf gegen Internetkriminalität

Eine Reihe von Einbrüchen beschäftigt die Polizei. Erst rund um das Wochenende haben Täter in Möllbrücke und Weißenstein zugeschlagen. Aus Ferlach und Radenthein wurden sogar Einbruchserien gemeldet. Doch die Polizei rüstet sich auch für den Kampf gegen die Kriminalität im Internet.

Erst am Wochenende wurden in der Gemeinde Radenthein drei Einbrüche gemeldet, zwei davon in Döbriach am Millstätter See, beide Male waren die Bewohner zuhause. Die Verunsicherung ist dementsprechend groß, sagte Bürgermeister Michael Maier (ÖVP): „Es ist vor allem ein mulmiges Gefühl, sich mit der Situation auseinandersetzen zu müssen, dass man im Haus schläft und jemand im eigenen Haus umherschleicht und Schränke und so weiter durchsucht.“ Bei den Betroffenen sei ein Schock vorhanden, sagte der Bürgermeister, in den Ortschaften gebe es Verunsicherung und die Frage, wie man sich schützen könne.

Radenthein
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Einbruchsserie in Oberkärnten

Von derzeit ungewöhnlich vielen Einbrüchen will die Polizei jedenfalls nicht sprechen. Die Polizei zeige aber vermehrt Präsenz in der Siedlung, heißt es, und rät dazu, Wohnung oder Wohnhaus bewohnt aussehen zu lassen, etwa durch Lichtquellen. Freundliche Nachbarn könne man bitten, im eigenen Urlaub hie und da den Postkasten zu entleeren.

Im Fall der jüngsten Einbrüche laufen die Ermittlungen, sagte Gottlieb Türk vom Landeskriminalamt: „Es ist auch richtig, dass speziell hier im Bereich Oberkärnten – da sind wir noch am Ermitteln und am Erheben, ob es möglicherweise mit anderen Bundesländern zusammenhängt – eine Serie gegeben ist, an der wir arbeiten.“

Kampf gegen Internetkriminalität

30 Prozent Steigerung bei Internetkriminalität

Viel mehr steigt die Kriminalität im Internet, in Kärnten sind es jährlich um die 30 Prozent. Die Landespolizeidirektion bekommt daher neue Bereiche für Cybercrime-Ermittlungen und ein eigenes Trainingscenter. Außerdem will das Innenministerium in den kommenden Jahren hunderte neue Arbeitsplätze für den Kampf gegen IT-Verbrechen schaffen. Wie viele neue Stellen das für Kärnten bedeutet, will die Polizei noch nicht kommentieren, man sei aber zuversichtlich, die neuen Stellen besetzen zu können.

Kritiker wenden ein, es könnte Personal von kleineren Dienststellen abgezogen werden. Gottlieb Türk erwiderte, es sei mit Sicherheit nicht daran gedacht, die Basisdienststellen auszudünnen, ganz im Gegenteil sollten sie entlastet werden: „Durch die Reform und die Schaffung dieser Kriminalassistenzdienststellen soll im speziellen in den Bereichen Cybercrime-Ermittlungen, IT-Forensik – auch im Tatortbereich und der Prävention – eine professionalisierte Unterstützung der Basisdienststellen erfolgen.“