Chronik

Wieder Diskussion um Magistratstankstelle

Angesichts drohender Sanierungskosten von rund einer Million Euro sind die Mehrheit der Stadtparteien in Klagenfurt für die öffentliche Schließung der Magistratstankstelle. Das Team Kärnten und die FPÖ wollen die Tankstelle weiterhin für die Bevölkerung offen halten.

Die Magistratstankstelle ist teilweise um einige Cent billiger als eine normale Tankstelle. Für FPÖ-Stadtparteiobmann Gernot Darmann wäre die Schließung ein Schildbürgerstreich. „Die Nachfrage ist jetzt enorm und würde auch hinkünftig enorm sein“, so Darmann. Zudem sei die Tankstelle eine Sozialpolitische Maßnahme der Stadt für die eigenen Bürger und man können einen gewissen Druck auf andere Betreiber ausüben, so Darmann.

Habenicht: „Geld könnte anders genutzt werden“

Laut den Stadtwerken sei die Magistratstankstelle nicht gewinnbringend zu führen, so Wirtschaftsstadtrat Max Habenicht (ÖVP). Für die Fortführung als öffentliche Tankstelle wäre eine umfangreiche Generalsanierung notwendig. "Mir wurde versichert, dass das sicher ein Betrag von 800.000 bis einer Million Euro wäre und das wäre eine große Investition für die Stadt. Dieses Geld könnte man aber zum Beispiel auch bei Tankgutscheine für finanziell Bedürftige verwenden.

70 Prozent nicht aus Klagenfurt

Etwa 70 Prozent der Kunden kommen nicht aus Klagenfurt und auch von den Einwohnern nützt nur ein Teil die Magistratstankstelle, so Habenicht. Man müsse punktgenau helfen, denn: "Ich war dort bei der Tankstelle und habe einen Generaldirektor getroffen, der dort getankt hat. Muss ich dem beim Tanken helfen? Glaube ich eher nicht, dass das die Aufgabe der Stadt ist, sagte Habenicht. Die FPÖ forderte einmal mehr, dass auch die Landestankstellen für die Öffentlichkeit geöffnet werden sollen.