Chronik

Wechselbetrug mit rumänischen Lei

Unbekannte Täter versuchen derzeit, die Gutmütigkeit ihrer Opfer beim Wechseln ausländischer Währung auszunutzen. Die Betrüger sprechen ihre Opfer auf der Straße an und geben vor, dringend Euro zu benötigen um zu Tanken. Sie bitten darum, rumänische Lei zu wechseln. Tatsächlich sind die Banknoten aber längst ungültig und wertlos.

Zwei Täter hatten gegen 17.45 Uhr in Ferlach (Bezirk Klagenfurt Land) ihren blauen Pkw-Kombi auf der Rosentalstraße angehalten und einem 58-jährigen Passanten aus dem Bezirk vorgetäuscht, kein Geld für Benzin zu haben. Sie baten ihn, 1.500 rumänische Lei gegen 250 Euro umzuwechseln. Der aktuelle Kurs steht bei 300 Euro für 1.500 Lei. Der Kärntner fuhr mit den beiden zum Bankomat, behob dort das Geld und tauschte 250 Euro gegen 1.500 Lei ein.

Erst zu Hause stellte er fest, dass die eingewechselten rumänischen Lei seit zehn Jahren keine Gültigkeit mehr besitzen. Bei den Betrügern handelt es sich laut Beschreibung um südländische Typen, einer der beiden trug einen Vollbart, beide waren von ungepflegtem Aussehen.

Fälle in Ferlach und Grafenstein

Die gleiche Betrugsmethode wendete ein einzelner Mann wenig später in Grafenstein, ebenfalls im Bezirk Klagenfurt Land, an. Gegen 19.10 Uhr fragte dieser auf der Hauptstraße einen 27-jährigen Mann aus der Ukraine, ob er ihm 500 rumänische Lei gegen 100 Euro wechseln könne. Als Grund gab er an, dass seine Bankomatkarte nicht funktionieren würde und er die Euro für Benzin benötige, um nach Berlin zu fahren. Erst einige Zeit später bemerkte das Opfer den Betrug und verständigte die Polizei.

Der Ukrainer händigte dem Unbekannten eine 100 Euro-Banknote gegen die 500 Lei aus. Danach fuhr der Täter in Richtung Klagenfurt weiter.

Südländische Täter mit blauem Kombi

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen dunkelblauen Pkw-Kombi mit deutschem Kennzeichen. Auch hier handelte es sich um einen Mann südländischen Typs. Er ist rund 1,80 Meter groß, sehr schlank, hat dunkle kurze Haare, dunkle Augen, ungepflegtes Aussehen, auffallend gelbe Zähne. Er trug dunkle Jeans, eine dunkle Schildkappe und sprach teils deutsch und teils russisch. Eine Fahndung nach den Betrügern verlief bisher negativ.