Leere Wohnung
ORF
ORF
Soziales

Hohe Wohnkosten belasten immer mehr Menschen

Am Dienstag ist eine Integral-Umfrage im Auftrag der Immobilienplattform Immoscout erschienen, wonach fast jeder Zweite die Wohnkosten als belastend empfindet. Für Wohnungen auf dem freien Markt stiegen die Mieten in Kärnten im Vorjahr am stärksten von allen Bundesländern an, und zwar um 13,9 Prozent. Auch die Zahl der Delogierungen ist um die Hälfte gestiegen.

In Kärnten kostet eine 70 Quadratmeter große Mietwohnungen derzeit im Schnitt 850 Euro, listet die Immobilienplattform Immoscout auf. Das sei zwar um 13,9 Prozent teurer als im Jahr davor – allerdings noch immer günstiger als beispielsweise in Wien oder Salzburg.

Delogierungen

Bis zu 50 Prozent des Gehalts fürs Wohnen

Unabhängig, ob man in einer Miet- oder Eigentumswohnung lebt: Die steigenden Kosten empfindet ein Fünftel der Befragten als sehr belastend, das gilt auch für Mieterinnen und Mieter von Gemeindewohnungen und vor allem für Menschen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen bis zu 2.000 Euro. Mehr als jeder Vierte wendet 30 bis 50 Prozent des Haushaltsbudgets für das Wohnen auf.

Anfragen bei Hilfsorganisationen steigen

Bei Hilfsorganisationen steigen die Anfragen von jenen, die sich das Wohnen nicht mehr leisten können. Die Zahl der Delogierungen sei um 50 Prozent gestiegen, heißt es von der Caritas. Abgefedert wird das vom sogenannten „Wohnschirm“, das ist eine finanzielle Hilfe von Bund und Land, die Obdachlosigkeit verhindern helfen soll.