Wirtschaft

Hohe Zuwachsraten beim Export

Viele Wirtschaftsbetriebe haben unter der Covid-Pandemie gelitten. Die Exporte aus Kärnten in alle Welt stiegen 2021 aber um bis zu 30 Prozent. Auch heuer dürfte die Steigerung ähnlich hoch sein. Nun soll der Export in europäische Länder wieder ausgebaut werden.

Jeder zweite Euro, der in Kärnten erwirtschaftet wird, kommt aus dem Export. 70.000 bis 90.000 Mitarbeiter sind direkt oder indirekt in exportorientierten Unternehmen beschäftigt. Kärnten exportiert immer mehr, im Vorjahr gab es Zuwächse von bis zu 30 Prozent.

Handelspartner Deutschland, Italien und Slowenien

Deutschland, Italien, Slowenien, überhaupt der Alpen Adria Raum, sind die wichtigsten Handelspartner, die wirtschaftlichen Beziehungen sollen hier weiter ausgebaut werden, sagt der zuständige Landesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP): „Während der Pandemie hat es sich schon sehr deutlich abgezeichnet, dass es in einem gewissen Maß zu einer Re-Europäisierung gekommen ist, insbesondere die Handelspartnerschaften zu unseren Nachbarländern werden deutlich intensiver, Deutschland, Italien, Slowenien sind die chancenreichsten Außenhandelspartner.“

Baltisch-adriatische Achse: Enormes Potential

Im Fokus stehen dabei grüne und nachhaltige Waren aber auch das Know-How, sagt die Leiterin der Außenwirtschaftsabteilung der Wirtschaftskammer Kärnten, Hemma Kircher-Schneider: „Wir sehen Nachhaltigkeit einfach als einen ganz große Chance für unsere Unternehmen und gehen in die Länder, in denen diese Branchen gerade im Aufwind ist und natürlich auch durch nationale Förderprogramme unterstützt wird.“

Für Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl, sieht im geplante Zollkorridor, der Koralmbahn und der baltisch-adriatischen Achse enormes Potenzial: „Es ist einer der wesentlichsten Erfolgsgaranten für dieses Bundesland. Damit rücken wir von einem Randraum wieder in einen Zentralraum.“

2,4 Millionen Euro in Exportoffensive

Das Land fördert Messen und Wirtschaftsreisen, aber auch die Zusammenarbeit mit Studenten. 2,4 Millionen Euro fließen bis zum Jahr 2026 in die Exportoffensive.