Loch im Kamin
Berufsfeuerwehr Klagenfurt
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Chronik

Wichtige Tipps zu Beginn der Heizsaison

Zu Beginn der Heizsaison sind die Berufsfeuerwehr Klagenfurt und die FF Haidach Dienstagfrüh zu einem Schwelbrand nach Haidach ausgerückt. Der Kachelofen war defekt und durchgebrannt, verletzt wurde niemand. Rauchfangkehrer weisen darauf hin, dass es beim Heizbeginn einiges zu beachten gibt.

Die niedrigen Temperaturen veranlassen viele, vorzeitig mit der Heizsaison zu beginnen. So hatte es Dienstagfrüh in vielen Teilen Kärntens Temperaturen um den Gefrierpunkt. Angesichts der Energieknappheit sind derzeit Kachelöfen äußerst beliebt. Scheitholz ist laut Biomasse-Verband überhaupt der wichtigste Energieträger zur Beheizung von Wohnräumen in Österreich.

Durchgebrannter Kamin
Berufsfeuerwehr Klagenfurt
Der Kachelofen brannte nach unten durch.

Die große Nachfrage nach Brennholz könne jedoch indirekt Gefahren mit sich bringen, sagte Michael Verderber, Landesinnungsmeister der Rauchfangkehrer: „Unter dieser Brennstoffknappheit ist man auch geneigt, Brennstoff zu verwenden, der nicht ideal ist. Zum Beispiel zu nasses Holz, nicht mindestens zwei Jahre lang getrocknet. Das führt zu Verpechungen in der Feuerstätte und im Rauchfang.“ In weiterer Folge könne es zu einem Kaminbrand führen, so Verderber.

„Ofentür erst bei Glutbrand schließen“

Beim Kaminbrand brauche es pechartige Beläge, die sich durch Hitze und Flammen entzünden. Das gehe bis zum Verschluss eines Rauchfangs. Bei Kachelöfen sei es auch wichtig, die richtige Stückgröße des Holzes im Feuerraum zu verwenden und das Holz ausbrennen zu lassen, so Verderber: „Nur wenn es Glutbrand ohne Flamme gibt, die Kachelofentür verschließen, nicht vorher.“ Andernfalls könne es zu einer unvollkommenen Verbrennung samt möglichem Pechbelag kommen.

Wichtig ist laut Verderber auch eine ausreichende Verbrennungsluft in der Feuerstätte. Er empfiehlt bei stark abgedichteten Räumen, ein Fenster zu kippen, um für genügend Luft zu sorgen.