Drei Windräder
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Umwelt

Genehmigung für Windpark Bärofen

Der Windpark Bärofen auf der Koralpe ist genehmigt. Das Bundesverwaltungsgericht hat für das vor zwölf Jahren eingebrachte Projekt mit acht Winderädern grünes Licht gegeben. Der Windpark soll Strom für 18.000 Haushalte, bzw. 30.000 E-Autos liefern.

Nach zwölf Jahren Projektierung- und Verfahrensdauer hat das Bundesverwaltungsgericht positiv für den Projektwerber entschieden. Gebaut wird der Windpark von Ecowind. „Diese Entscheidung ist enorm wichtig für die Klima- und Energiekrise“ hieß es von Windpark-Pionier Franz Dorner. „Es ist es höchst an der Zeit, dass mehr Ökostromprojekte, Windkraft und PV in Kärnten umgesetzt werden.“

Strombedarf enorm gewachsen: „50 Windräder zu wenig“

Dorner zufolge sei der Kärntner Strombedarf in den letzten Jahren enorm gewachsen. Allein in diesem Jahr werde Strom von mehr als einer Terawattstunde ins Land importiert. Laut Energiemasterplan wurden 50 Windräder einstimmig von Landesregierung und Landtag beschlossen. Das sei nun aber schon wieder viel zu wenig. „Damals war die Wasserstoffproduktion überhaupt kein Thema und die E-Mobilität keineswegs soweit fortgeschritten, deshalb steigt auch der Strombedarf massiv.“

Franz Dorner am Schreibtisch, er will den Windpark betreiben
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Franz Dorner kämpft seit über einem Jahrzehnt für mehr Windkraft in Kärnten.

Forderung: Sichtbarkeitsverordnung ersatzlos aufheben

Er fordert die ersatzlose Aufhebung der Kärntner Sichtbarkeitsverordnung: „Den Naturschützern und Windkraftgegnern kann ich nur sagen, wir werden uns daran gewöhnen müssen, unseren Energieverbrauch im Landschaftsbild zu erkennen.“ Kärntens erster Windpark wurde erst im Frühsommer 2022 errichtet.

Ein Einspruch wäre theoretisch noch möglich. Zwar sei der Gang zum Bundesverfassungsgericht oder zum Europäischen Gerichtshof für die Gegner des Projektes noch eine offene Möglichkeit, diese habe aber keine (Bau)-aufschiebende Wirkung mehr. Alle Beschwerden seien abgewiesen worden, so Dorner.