Hinweisschild Richtung Treffen
ORF/Jan Haas
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Chronik

Millstätter Straße nach Unwetter bald frei

Einen Monat ist es her, dass das Gegendtal von verheerenden Unwettern getroffen worden ist. Am stärksten wüteten die Gewitter in Treffen und Arriach. Die Aufräumarbeiten werden sich wohl noch länger hinziehen. Die Millstätter Straße (B98) soll ab Dienstag wieder einspurig befahrbar sein.

Vier Wochen nach den Unwettern im Gegendtal werden immer mehr Straßen und Verbindungswege wieder für den Verkehr freigegeben. Nachdem die Fahrbahn der Millstätter Straße bei Einöde teilweise weggerissen und sämtliche Leiteinrichtungen zerstört worden waren, mussten in den vergangenen Wochen umfangreiche Arbeiten durchgeführt werden.

Hinweisschilder Richtung Treffen
ORF/Jan Haas
Derzeit ist die Durchfahrt noch gesperrt

Noch finden letzte Asphaltierungsarbeiten statt, Betonleitwände werden aufgestellt und Ampeln installiert. An zwei Stellen bleibt die Straße nur einspurig befahrbar, hier werden Ampeln den Verkehr wechselseitig anhalten. Die Pendler aus dem Gegendtal haben damit endlich wieder eine direkte Verbindung in Richtung Villach.

Sprengmeister Bundesheer Schnur
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Das Bundesheer übernahm zum Beispiel das Sprengen von angeschwemmten Gesteinsbrocken

Ziel ist, dass die Millstätter Straße bis Schulanfang wieder frei in beiden Richtungen befahrbar ist, hieß es auf APA-Nachfrage. Die Teuchen Straße soll bis dahin zumindest provisorisch wieder befahrbar sein. Allerdings sei dies noch mit Unsicherheit behaftet, weil noch nicht alle Schadstellen begutachtet werden konnten.

Gegendtal einen Monat nach den Unwettern

Bundesheer leistete 33.000 Dienststunden

Das Bundesheer beendete den Einsatz im Gegendtal mittlerweile. 100 Pionierinnen und Pioniere des Pionierbataillons 1 aus Villach leisteten in den letzten vier Wochen mehr als 33.000 Dienststunden in den Katastrophengebieten.

B98 im Straßenabschnitt Klamm
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Der Abschnitt Klamm zwischen Treffen und Arriach der B98

Der Kärntner Militärkommandant Walter Gitschthaler sagte, überall sei angepackt worden: „Wir haben geholfen die Infrastruktur, die Straßen wieder herzustellen, wir haben geholfen die Gräben und Bäche von Verklausungen wieder freizumachen und öffentliche Gebäude wieder frei zu bekommen.“ In den letzten Tagen habe das Bundesheer drei Behelfsbrücken gebaut, sagte Gitschthaler. Auch Hubschrauber des Bundesheeres seien dauernd im Hilfseinsatz gewesen.

Weggerissene Straße im Gegendtal
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Behelfsbrücke des Bundesheers Richtung Arriach

In Treffen 20 Millionen Euro Schaden

Alleine in der Gemeinde Treffen sollen die Unwetter einen Schaden von zumindest 20 Millionen Euro angerichtet haben, sagte Bürgermeister Klaus Glanznig (SPÖ). Zehn Millionen davon an privater Infrastruktur. Spenden werden dringend benötigt, denn auch die Fahrzeuge des Wirtschaftshofs, der direkt am Treffner Bach liegt, wurden weggeschwemmt. Ebenso zerstört wurden die Tennisanlage und der Fußballplatz.

Mit Sorge blicke man deshalb auf die Entwicklung, dass Extremwetterereignisse immer häufiger werden. Das Bundesheer sei jedenfalls gut darauf vorbereitet, falls wieder etwas passiert, sagte Gitschthaler.