Blätter eines Baumes
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Umwelt

Bezirksstädte setzen auf Begrünung

Bäume sind nicht nur Schattenspender, sie können auch durch die Verdunstung ihre Umgebungs-Temperatur um bis zu fünf Grad senken. Neben Begrünungsinitiativen in Klagenfurt und Villach setzen auch die Kärntner Bezirksstädte Maßnahmen für den Klimaschutz.

500 Tonnen CO2 konnten im vergangenen Jahr in Feldkirchen eingespart werden. Acht öffentliche Gebäude wurden an das Regionalwärmenetz angeschlossen. Verwendet wird dort ausschließlich Holz aus der Region, sagt Christoph Gräfling von den Grünen als Umweltschutz- und Energiereferent: „In Summe kann durch diese Anschlüsse das CO2 von mehr drei Millionen gefahrenen Autokilometern eingespart werden.“ Auch durch Kooperationen mit umliegenden Gemeinden will Feldkirchen künftig weitere klimafreundliche Aktionen setzen.

Ein Thema, dem man sich auch in Feldkirchen annehmen will, um das Mikroklima in der Stadt zu verbessern: Supermarktketten sollen künftig für alle fünf Parkplätze, die vor dem Geschäft entstehen, eine gewisse Anzahl an Bäumen pflanzen. Das soll in den Teilbebauungsplänen festgeschrieben werden. In der Stadt sei es generell schwierig, Bäume, die Baumaßnahmen zum Opfer fallen, unverzüglich durch neue Bäume zu ersetzen. Durch die Streusalzbelastung im Winter würden sich nicht alle entfalten.

Klimafreundlichere Gemeindegebäude in Völkermarkt

Auch Völkermarkt ist schwerpunktmäßig dabei, den Anteil an Treibhausgasemissionen von gemeindeeigenen Gebäuden zu verringern. Dazu zählt, dass diese thermisch saniert und deren Energieversorgung großteils von Heizöl auf Fernwärme umgestellt wurde. Acht Photovoltaikanlagen werden noch heuer auf öffentlichen Gebäuden in Völkermarkt errichtet.

Ein Baum für jedes Spittaler Baby

15.000 Euro stehen in Spittal an der Drau jedes Jahr für den Landschafts- und Umweltschutz zur Verfügung. Alleine im Spittaler Stadtpark wurden 420 Bäume in einem eigenen Baumkataster erfasst. Ein „Storchenwald“, der sich auf das gesamte Zentrum erstreckt, soll Spittal an der Drau künftig noch grüner machen, sagt Vizebürgermeisterin Angelika Hinteregger von der SPÖ, zuständig für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit: „Die Idee dahinter war, dass für jedes neu geborene Kind in der Stadt ein Baum gesetzt wird. Wir wollen schauen, dass wir vereinzelt die Bäume dort setzen, wo sie gebraucht werden.“

Auch Alleen, wie es sie früher in Spittal gab, sollen künftig erneut geschaffen werden, sagt Hinteregger. Das wird eine Aufgabe für den neuen Leiter des Stadtgartenamtes werden.

Grüne Elemente auf Parkplätzen in Wolfsberg

Wie viele andere Städte hat auch Wolfsberg noch Handlungsbedarf. Neben Blumenwiesen und Bäumen im Zentrum sollen verstärkt auch grüne Elemente die Parkplätze prägen, sagt Isabella Theuermann von der FPÖ, Referentin für Ortsbild-, Heimatpflege und Tourismus: „So wird bei einem neu angelegten Parkplatz im Zentrum komplett auf Bodenversiegelung verzichtet.“

Mehr Bäume will auch die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See pflanzen. Heuer investiert sie rund 15.000 Euro alleine in die Begrünung des Zentrums, sagt der zuständige Referent Hannes Burgstaller von der ÖVP.

Mehr Schatten auch für Klagenfurt und Villach

Die Stadt Villach setzt immer wieder Initiativen, um grüner zu werden und für Beschattung in der Innenstadt zu sorgen, auch in der Landeshauptstadt Klagenfurt werden immer wieder dutzende Jungbäume gepflanzt, die gegen die Hitze in der Stadt helfen sollen.