Zuschauer auf der Landtagstribüne
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Politik

Schülerlandtag wieder in Präsenz

Erstmals seit fast zwei Jahren hat am Mittwoch der Schülerlandtag nicht virtuell sondern wieder in Anwesenheit im Kärntner Landtag in Klagenfurt stattgefunden. Es ist in Kärnten verfassungsmäßig verankert, dass zweimal im Jahr Schülerinnen und Schüler die Plätze der Landtagsabgeordneten einnehmen und Anliegen debattieren.

Im Mittelpunkt der Anträge standen die psychischen Auswirkungen der Pandemie auf die Schülerinnen und Schüler. Aber auch Themen wie die Forderung nach mehr politischer Bildung an Kärntens Schulen, die Digitalisierung des Unterrichts oder mehr Bewegungsangebot standen unter anderem auf der Tagesordnung. Insgesamt wurden 23 Anträge behandelt, der Umwelt- und Klimaschutz stand dabei im Zentrum der Diskussionen und war mit mehreren Anträgen vertreten.

Begrüßung durch Landeshauptmann Peter Kaiser von der SPÖ
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Begrüßung durch Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ)

Zwischen herkömmlichem Unterricht und Digitalisierung

Der Landeschulsprecher der AHS, Christian Bischof von der ÖVP-nahen Schülerunion, sagte, die CoV-Maßnahmen hätten „immer wieder eingeschlagen“. Es sei auch die Frage, wie man bei den neuen Unterrichtsformen das Know-how aus der Pandemie mitnehmen und einen Mittelweg zwischen traditionellem Unterricht und Innovationen finden könne.

Abstimmung eines Antrags
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Über mehrere Anträge wurde demokratisch abgestimmt

„Bereits Einiges erreicht“

Erreicht wurde in der Vergangenheit auch Einiges, sagte die Landesschulsprecherin der berufsbildenden Höheren Schulen, Judith Zedrosser von der Schülerunion: „Vor Jahren ist das Schülerparlament gesetzlich verankert worden, das ist nicht in allen Bundesländern so. Aber auch Änderungen im Lehrplan wie Ethik statt Religion und die Bewusstseinsbildung für psychische Gesundheit. Fokus ist ja auch die Digitalisierung, da kommt auf lange Sicht gesehen schon etwas zusammen.“

Schülerlandtag wieder in Präsenz

Erstmals seit fast zwei Jahren hat am Mittwoch der Schülerlandtag nicht virtuell sondern wieder in Anwesenheit im Kärntner Landtag in Klagenfurt stattgefunden. Es ist in Kärnten verfassungsmäßig verankert, dass zweimal im Jahr Schülerinnen und Schüler die Plätze der Landtagsabgeordneten einnehmen und Anliegen debattieren.

Dass im Schülerparlament auch politische Karrieren starten, davon ist der Präsident des Kärntner Landtages Reinhart Rohr (SPÖ) überzeugt: „Ich denke, wenn man das zeitgerecht selbst mitgestaltet, ist auch das Interesse größer, die Möglichkeit im demokratischen Entscheidungsprozess zu nutzen.“

Die Schüler nahmen die Plätze der Abgeordneten ein
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Die Schülerinnen und Schüler nahmen die Plätze der Abgeordneten ein

Landtag befasst sich mit Beschlüssen

Die vom Schülerparlament gefassten Beschlüsse werden in die weitere Arbeit des Kärntner Landtages miteinbezogen, denn die Anliegen der Schülerinnen und Schüler werden in den Ausschüssen des Landtages behandelt.