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Wirtschaft

Lagerhaus will regionale Produktion stärken

Bauern und Produzenten klagen derzeit über steigende Energiepreise sowie Engpässe bei Dünger- und Eiweißfutter aus der Ukraine und Russland. Die Versorgung mit Lebensmitteln sei jedoch sicher, heißt es vom Klagenfurter Lagerhaus, das künftig die heimische Lebensmittelproduktion stärker unterstützen will.

Am Standort Südring werden die Lagerkapazitäten ausgebaut, sagt Markus Furtenbacher von Lagerhaus WHG: „Wir möchten die regionalen Futtermittel noch stärker in den regionalen Kreislauf einbinden. Das heißt, jedes Produkt, das der Kärntner Landwirt produziert – ob es Mais, Getreide oder Ölsaat ist – möchten wir noch mehr am Standort am Südring in Klagenfurt zu hochwertigem Mischfutter weiterverarbeiten.“

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Markus Furtenbacher

Soja noch ausbaufähig

In Folge diene es dann den Kärntner Veredelungsbetrieben als Basis zur Produktion von hochwertigen Lebensmitteln, zum Beispiel Fleisch, Eier oder Milch.

Lebensmittel werden teurer

Der Ukraine-Krieg bringt vor allem unermessliches Leid. Er hat aber auch weltweit Auswirkungen auf die Lebensmittel-Hersteller – und das spüren die Bauern und Produzenten in Kärnten. Sie stöhnen unter steigenden Energiepreisen, auch Dünger und Eiweißfutter aus der Ukraine und Russland fehlen. Dennoch sei die Versorgung mit Lebensmitteln sicher, – aber für Lebensmittel werden Konsumenten bald tiefer in die Tasche greifen müssen.

Die Kärntner Bauern würden Mais in ausreichendem Maße anbauen, so Furtenbacher: „Da können wir nicht alles in Kärnten halten.“ Beim Soja hingegen könnte mehr verwertet werden.

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Rohstoffe teurer, Erzeugerpreise konstant

Einerseits würden die Bauern derzeit die gestiegenen Rohstoffpreise spüren, andererseits hätten sich auch Energie- und Treibstoffpreise massiv erhöht: „Wenn für einen Landwirt der Diesel wesentlich teurer wird und die Rohstoffe für die Fütterung seiner Nutztiere teurer werden ist das natürlich keine leichte Situation. Auf der anderen Seite haben sich die Erzeugerpreise nicht im selben Ausmaß nach oben bewegt.“ Die Preissteigerungen, zum Beispiel bei Mehl, werden auch die Konsumenten spüren.