Haus mit Photovoltaikanlage auf Dach
ORF
ORF
Wirtschaft

Alternative Energieformen boomen

Nicht erst wegen steigender Heizkosten für Öl und Gas infolge des Ukraine-Krieges geht der Trend zu alternativen Heizmöglichkeiten aus erneuerbaren Energien. Die Nachfrage nach Biomasse, Sonnenenergie und Co. steigt. Viele Produzenten und Installateure sind auf Monate ausgebucht. Ein verlängerter Förderungszeitraum wird gefordert.

Neben der Teuerung von Öl und Gas infolge des Ukraine-Krieges sind auch die Förderungsmöglichkeiten von Bund und Land ein Grund für den Run auf Heizmöglichkeiten aus erneuerbaren Energien, so Angelika Fritzl, die Leiterin der Abteilung Zukunftsentwicklung, Arbeitsmarkt und Wohnbau: „Es gibt eine Förderung von bis zu 6.000 Euro für den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energieträger. Dazu gibt es auch die Bundesförderung von 7.500 Euro. Das heißt, man kommt auf 13.500 Euro, wenn man beispielsweise von Öl, Gas oder Koks auf alternative Energieträger umsteigt.“

Installateure vor Heizungsrohren
ORF
Installateure haben derzeit mit der Installation neuer Anlagen viel zu tun

Auch Kombi aus Sonnenenergie und Wärmepumpe gefragt

Die gestiegene Nachfrage nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen bekommt man auch bei den Produzenten und Installateuren zu spüren. Bei den Kunden ist neben Biomasse auch die Kombination aus Sonnenenergie und Wärmepumpe begehrt.

Laut Rudolf Rattenberger, dem Geschäftsführer von „Holz die Sonne ins Haus“, würden sich Investitionen in Solarthermie oder Photovoltaik in fünf bis zehn Jahren rechnen: „Eine kleine Solarthermieanlage für einen Vier-Personen-Haushalt kostet zwischen 5.000 und 6.000 Euro, dann kommen noch die Förderungen weg. Eine Photovoltaikanlage bewegt sich in der Größenordnung zwischen 15.000 und 30.000 Euro, wenn sie mit großen Speichern ausgestattet ist.“

Trend zu erneuerbaren Energien

Die Nachfrage für Heizmöglichkeiten aus erneuerbaren Energien ist in letzter Zeit enorm gestiegen, nicht erst seit der Verteuerung von Öl und Gas infolge des Ukraine-Krieges. Bund und Land wollen finanziell beim Umstieg helfen. Aktuell gibt es eine sehr hohe Nachfrage nach Biomasse und Sonnenergie. Viele Produzenten und Installateure sind oftmals auf Monate ausgebucht.

Größeres Zeitfenster für Förderungen gefordert

Egal ob man nun auf Biomasse oder Sonnenwärme umsteigt – als Kunde muss man jetzt ein wenig Geduld mitbringen – Termine seien Mangelware, heißt es. Da viele Förderungen aber nur auf ein Jahr begrenzt sind, wollen Kunden möglichst schnell umsteigen. Man hoffe auf Zugeständnisse der Politik, dass Förderungen langfristiger gesichert werden, so Gerhard Oswald, Landesinnungsmeister der Heizungstechniker, da die Kapazitäten für einen fristgerechten Umstieg derzeit nicht immer gegeben seien. Nur so werde man das Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen loszuwerden, gemeinsam schaffen, heißt es.