Stadttheater
ORF
ORF
Kultur

Viel Frust im Kulturbereich

Am Donnerstagabend hätte am Stadttheater Klagenfurt die Premiere des Ödon von Horvath-Stücks „Figaro lässt sich scheiden“ stattfinden sollen. Aufgrund mehrerer Krankheitsfälle müssen Premiere und erste Vorstellung abgesagt werden. Nicht wenige im Kultur- und Freizeitbereich würden mittlerweile ans Aufgeben denken, ist zu hören.

Auch, wenn das Bedürfnis nach Kunst und Kultur da ist, dämpfen die Sicherheits- und Hygienebestimmungen die Lust auf Museum, Theater oder Kino. Nur mit den Einnahmen könnte das Klagenfurter Volkskino nicht überleben, sagte Betreiber Bernhard Gutschier. Es sei nicht die beste Zeit, man bewege sich, was Kinobesuche betreffe, um die 25 Prozent eines normalen Jahres.

Wobei nicht nur die durchgehende Maskenpflicht, 2-G und das Konsumverbot den Kinobetrieb schwächen. Auch auf dem Programmsektor kommt es zu Verschiebungen, es fehle damit auch künstlerisch an Nachschub, so Gutschier. Er bemerke, dass die Verleiher bemüht seien, vielversprechende Filme und Produktionen nach hinten zu verschieben.

Ganze Produktionen lahmgelegt

Auch die Theater werden von der Pandemie arg gebeutelt, weil es dem Virus eben immer wieder gelingt, ganze Produktionen lahmzulegen. Eine große Erschöpfung sei am gesamten Kultursektor
spürbar, sagte Martin Dueller, der Dramaturg der neuenbühnevillach: „Es ist künstlerisch schwierig, die Energie aufrecht zu erhalten. Überall ist nur vom Virus die Rede, Kolleginnen und Kollegen sagen, sie seien kurz davor, hinzuschmeißen.“

Ohne zugewiesene Sitzplätze dürfen maximal 25 Personen eine Kulturveranstaltung besuchen. Trotzdem ist man im Künstlerhaus froh, dass die ebenfalls für Donnerstag angesetzte Eröffnung der Ausstellung „Sisyphos, rolling stone“ stattfinden wird. Seit 1. Jänner leitet den Kunstverein Daniel Russegger: „Wir passen uns immer an und haben eine große Ausstellungsfläche. Wir freuen uns, die Menschen bei uns begrüßen zu dürfen.“ Nachsatz: Auch, wenn die Belastung durch Omikron schwierig sei.

MMKK verlängert Ausstellung

Am Museumssektor behilft man sich wegen der vergangenen Lockdowns und der vielen Schließtage mit Ausstellungs-Verlängerungen. So wurde zum Beispiel im MMKK die jetzige Ausstellung: „Pepo Pichler, a glimpse“ bis 15. Mai verlängert. Gerade an den Wochenenden sei man mit der Besucherauslastung derzeit schon zufrieden, was allerdings fehle, seien die Besuche durch die Schulklassen.