Ein Coronavirus-Test wird durchgeführt
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Ausreisekontrollen für Villach-Land fix

Für den Bezirk Villach-Land hat das Land Ausreisekontrollen ab Montag 0.00 Uhr beschlossen. Der Grund ist die hohe 7-Tage-Inzidenz. Diese klettere in den vergangenen 24 Stunden im Bezirk auf über 600 und liegt somit über dem Schwellenwert von 500.

Eine Ausreise-Verordnung werde jetzt ausgearbeitet und soll ab Montag 00.00 Uhr in Kraft treten, hieß es am Donnerstag bei der Sitzung des Koordinationsgremiums. Ab dann darf der Bezirk nur mit einem 3-G-Nachweis verlassen werden.

Laut Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) soll es dort, wo es höhere Inzidenzen gibt, zu „Kontrollintensivierungen“ mit Straßenkontrollen kommen. Damit gemeint ist der Bezirk Villach-Land, mit dem Gegendtal nördlich von Villach und hier besonders die Gemeinden Feld am See und Arriach. Das Koordinationsgremium in Kärnten habe aber auch die anderen Bezirke im Auge. Fünf der zehn Bezirke haben bereits Impfraten über 60 Prozent. Für sie gilt, dass die 7-Tage-Inzidenz von 600 eine Woche lang überschritten sein muss, bis es zu schärferen Maßnahmen kommt. Die Bezirke Feldkirchen und Spittal an der Drau seien von einer Impfrate von 60 Prozent noch weiter entfernt, haben aber auch schon Inzidenzen von mehr als 300.

Die aktuelle Lage wird am Freitagabend auch Thema bei einem Treffen der Landeshauptleute sein. „Ich hoffe, dass wir dabei eine gemeinsame Vorgehensweise finden und abgestimmt aufeinander vorgehen“, erklärte Kaiser dazu.

Jahreshöchststand bei 7-Tage-Inzidenz

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten stieg mit Donnerstag erneut. 402 Neuinfektionen und 232 neu Genesene innerhalb der vergangenen 24 Stunden bedeuten, dass es aktuell 3.096 Infizierte im Bundesland gibt. Die 7-Tage-Inzidenz lag bei 413 und damit auf dem Jahreshöchststand. Seit Mittwoch gibt es um zehn Patienten mehr, die wegen einer Covid-Erkrankung in einem Krankenhaus behandelt werden müssen: Von den 125 Patienten liegen 22 auf einer Intensivstation.

Schon am Donnerstag traten wieder generell Verschärfungen wegen der steigenden Coronavirus-Zahlen in Kraft: Für die Nachgastronomie und Zusammenkünfte ab 500 Personen ohne zugewiesenen Sitzplätzen, gelten nur noch 2-G – also genesen oder geimpft. Darunter fallen laut Verordnung auch Hochzeiten, Geburtstage oder Weihnachtsfeiern. Auch im gesamten Handel und in Museen und Bibliotheken muss wieder eine FFP2-Maske getragen werden. Ausgenommen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese müssen ohnehin einen 3-G-Nachweis erbringen.

BürgermeisterInnen-Konferenz abgesagt

Am Donnerstag gab die Landesregierung auch bekannt, dass die für Montag, 8. November, im Casineum Velden geplante BürgermeisterInnen-Konferenz aufgrund der bestehenden Risiken abgesagt werden muss. Bei dieser Konferenz sollten die Gemeindeoberhäupter über Änderungen und Neuerungen bei der Verteilung der Bedarfszuweisungsmittel informiert werden. Diese Mittel werden den Gemeinden von Bund und Land zur Verfügung gestellt.

Mit dem neuen System würden aber alle Gemeinden gewinnen, sagte Gemeindereferent Daniel Fellner (SPÖ). Für Montag wurde eine Pressekonferenz zum Thema angekündigt, die auch via Livestream übertragen wird.

Aufruf für Besucher von Rasthaus Alex

Unterdessen sprachen die Kärntner Behörden Warnungen an Gäste von zwei Gastronomiebetrieben aus: Im Rasthaus Alex in Brückl (Bezirk St. Veit an der Glan) war eine hochinfektiöse Person am 30. und 31. Oktober anwesend. Und in der GIG Bar Velden war am 31. Oktober eine mit dem Coronavirus infizierte Person unterwegs. Gäste sollen ihren Gesundheitszustand beobachten und bei Symptomen die Hotline 1450 kontaktieren.