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Coronavirus

70 Prozent über Zwölf einmal geimpft

70 Prozent der über Zwölfjährigen in Kärnten sind laut dem Experten-Koordinationsgremium zumindest einmal gegen das Coronavirus geimpft. Nachdem im Oktober 300 Contact-Tracer im Einsatz waren, soll diese Zahl mit Unterstützung des Bundesheeres erhöht werden.

340.689 Personen in Kärnten sind bis dato Tag zumindest einmal gegen das Coronavirus geimpft, damit verfügen 70 Prozent der über Zwölfjährigen zumindest über eine Impfung. 29 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten werden in Kärnten zukünftig das Contact-Tracing verstärken und sollen – je nach Bedarf – zu den bestehenden Kräften auf den Bezirkshauptmannschaften und den Magistraten eingesetzt werden – mehr dazu in Bundesheer unterstützt Contact-Tracing.

Gurgeltests: In Kürze Auflistung aller Bezugsstandorte

Thema im Koordinationsgremium waren auch die am Dienstag präsentierten Gratis-Gurgeltests, die ab 8. November an insgesamt 204 Standorten (Apotheken und Spar-Märkte) pro Person dreimal in der Woche bezogen werden können – mehr dazu in Gratis PCR-Gurgeltests für Zuhause. Eine Auflistung der jeweiligen Bezugsorte soll in Kürze auch auf der Homepage des Landes veröffentlicht werden. Derzeit haben die Tests eine Gültigkeit von 72 Stunden, diese könne sich auf Grund einer veränderten Infektionslage und Intensivbetten-Auslastung aber auf 48 Stunden verringern.

Wie im Expertenkoordinationsgremium weiters diskutiert wurde, befinden sich die KABEG-Spitäler derzeit in Phase 2 ihres fünfteiligen Stufenplans. Insgesamt liegen derzeit 22 Personen auf Intensivstationen, drei davon sind gegen Covid-19 geimpft. Mit Stand Dienstag gibt es derzeit dennoch keine Notwendigkeit, geplante Eingriffe in den Krankenhäusern zu verschieben. Es müsse hier allerdings von Tag zu Tag geplant werden, hieß es. In den Krankenhäusern ist eigentlich ab dem Erreichen von Stufe 2 – also 20 Intensivpatienten – die Verschiebung zumindest möglich.

Ab 4. November Verschärfungen

Wie das Koordinationsgremium zudem informierte, kommt es ab dem 4. November zu teilweisen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen: So gilt ab dann für die Nachtgastronomie und Veranstaltungen über 500 Personen die 2-G-Regel (geimpft oder genesen). Die FFP2-Maskenpflicht gilt ab diesem Tag wieder für den gesamten Handel.

Antigen- und PCR-Tests sollen jedenfalls bis März kommenden Jahres kostenlos bleiben, betonte Gerd Kurath. Der Coronavirus-Sprecher des Landes sagte aber einschränkend: „Ob das tatsächlich hält, oder es wieder eine Diskussion geben könnte, das ist momentan nicht absehbar und eher Kaffeesudlesen“. Aktuell gebe es jedenfalls keine Bestrebungen, zumal die Tests für 3-G am Arbeitsplatz gebraucht würden, auch wenn der Impfung der Vorzug zu geben sei, so Kurath.

Noch ein Blick auf die steigenden Inzidenzahlen: Die Schwelle von 500 sei in Villach Land überschritten worden. Mit unmittelbaren Einschnitten für die Bevölkerung sei jedenfalls nicht zu rechnen, erst wenn die Inzidenzzahl an sieben Tagen durchgehend höher als 500 ist, müsse man über stichprobenartige Ausreisekontrollen nachdenken.