Politik

Aufsichtsratssitzung zu Flughafen gefordert

Landesrat Martin Gruber (ÖVP) hat am Freitag in der Causa Flughafen Klagenfurt eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung der Flughafen Betriebsgesellschaft (KFBG) gefordert. Es geht und die Klärung von geplanten Investmens der Mehrheitseigentümerin Lilihill.

In den letzten Tagen sorgten verschieden lautenden Aussagen von Seiten des Landes Kärnten und von Seiten von Lilihill, der Firma des Investors Franz Peter Orasch, für Wirbel. Von Seiten Büro Gruber hieß es am Mittwoch, es sei in der Generalversammlung der Betriebsgesellschaft von Lilihil ein Investitionsplan für die nächsten Jahre vorgelegt worden, wonach in Summe 28 Millionen Euro in betriebsnotwendige Anlagen und auch in Zukunftsprojekte zu investiert werden sollen. Von Seiten Lilihill hieß es aber, dies sei gar nicht Tagesordnungspunkt gewesen – mehr dazu in Weiter Wirbel um Aussagen zu Flughafen.

Gruber: Klärung durch Aufsichtsrat

Gruber sagte am Freitag in einer Aussendung an die Medien, seine Aufgabe als Landesaufsicht sehe er nicht darin, sich irgendwo einzuschmeicheln, sondern im Interesse Kärntens Falsches klar anzusprechen und Richtiges einzufordern. Es brauche eine Klärung bezüglich des vorgelegten Investitionsplans in den dafür geeigneten Gremien der KFBG. Daher solle es eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung der Flughafenbetriebsgesellschaft geben, so Gruber. Denn es sei Aufgabe des Aufsichtsrates zu klären, ob der Generalversammlung vorgelegte Unterlagen von der Geschäftsführung nicht ernst genommen würden.

Beteiligungsverwaltung will Antworten

Diese Vorgehensweise sei auch abgestimmt mit dem Vorstand der Kärntner Beteiligungsverwaltung. Vorstand Martin Payer sagte, wenn sich der Mehrheitseigentümer nicht zum selbst vorgelegten Investitionsplan bekenne, wolle man wissen, was nun tatsächlich geplant sei, zumal Herr Orasch nun auch Geschäftsführer am Flughafen sei. Payer verwies darauf, dass es in der KFBG zuständige Organe gebe, die in Verantwortung stehen, ihre Arbeit zu erledigen.

Die Generalversammlung habe alle notwendigen Beschlüsse gefasst und damit stehe der Geschäftsführung zur Umsetzung des Investitionsplanes auch nichts im Weg. Dem Aufsichtsrat gegenüber habe die Geschäftsführung Rede und Antwort zu stehen, wenn andere als die vorlegten Pläne verfolgt werden sollten, so die Aussendung.

FPÖ fordert Flughafen als Chefsache

FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer forderte am Freitag SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser auf, den Flughafen endlich zur Chefsache zu erklären. Er kritisierte das Beteiligungsmanagement von SPÖ und ÖVP. Eine positive Entwicklung des Flughafens sei essenziell für die Kärntner Wirtschaft und den Tourismus.