Großglockner
ORF
ORF
Chronik

Gamsgrubenweg auch heuer gesperrt

Der Gamsgrubenweg, ein sehr beliebter Wanderweg auf der Franz-Josefs-Höhe unter dem Großglockner ist seit dem vergangen Jahr wieder gesperrt und wird es in dieser Saison auch bleiben. Wegen ständigen Steinschlags dürfen ihn nur Bergsteiger benutzen.

Der schmelzende Pasterzengletscher schafft keinen Druck mehr auf die Talwände, Starkregen und Eis, das Felsplatten herausdrückt, machten den Weg schon vor 22 Jahren unsicher. Bis 2014 wurden sechs Tunnel in den Berg gesprengt, Steinschlaggalerien dazwischen geben den Blick zum Glockner frei. Kostenpunkt: Drei Millionen Euro.

Seit 2020 steht wieder ein Scherengitter am Ende der letzten Röhre und weist auf die Gefahr von oben hin. Weitergehen ist nur auf eigene Verantwortung gestattet. Peter Kapelari, jahrelang für die Wege des Alpenvereins zuständig, sagt, Bergsteiger bräuchten keine Sperre. Für sie sei das Risiko kalkulierbar. Man müsse halt schnell die rund 400 gefährlichen Meter passieren.

Sicherungs-Projekt nach wie vor nicht spruchreif

Aber was ist mit den Spaziergängern? Einige gehen weiter, einige drehen um. Die Großglocknerhochalpenstraße, die für den Weg zuständig ist, sagt auf Anfrage des ORF, es gebe ein Projekt im Ausarbeitungs- und Prüfstadium.

Auch der Nationalparkdirektor, Peter Rupitsch und Nationalparkreferentin Sara Schaar (SPÖ) geben sich bedeckt. Noch sei nichts spruchreif. Es geht auch um die Kosten und wer sie bezahlt. Sicher kann man den Gamsgrubenweg voraussichtlich nur mit weiteren unterirdischen Passagen oder massiven Betongalerien machen.