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Chronik

Wolfsrisse auf Hochrindl bestätigt

Durch DNA-Tests ist nun bestätigt worden, dass es auf der Hochrindl Wolfsrisse gegeben hat. Nun wurden auch von einer Gailtaler Alm Wolfsrisse gemeldet. Oberhalb der Ortschaft Achomitz im Bezirk Villach-Land dürfte das geschützte Raubtier sieben Schafe gerissen haben.

Rund 50 Schafe sollen heuer bereits von einem Wolf getötet worden sein, heißt es von den Almbauern. Die sieben Schafe, die auf der Hochrindl gerissen wurden, sind nun offiziell Opfer eines Wolfs. Wildbiologin Patrizia Graf vom Land Kärnten sagte, dass die DNA-Probe von der Hochrindl ergeben hätte, dass es sich um einen Wolf aus der italienischen Quellpopulation handle: „Die Populationen aus Italien haben einen gewissen genetischen Code und daher kann man nachweisen, dass der Wolf aus Italien zugewandert ist.“

Anzahl der Wölfe steht noch nicht fest

Ob die Risse auf der Hochrindl in Zusammenhang mit den anderen Rissen in Kärnten stehen – etwa im Gailtal – werden erst weitere Analysen zeigen, sagte Graf. „Diese Analyse dauert etwas länger, wir warten noch auf die Ergebnisse.“ Dieses Ergebnis könnte auch Aufschluss über die Zahl der Wölfe in Kärnten geben. Noch ist offen, ob es sich um drei oder mehr Wölfe handelt.

Auf der Alm am Hochstadl in Oberdrauburg, im Bezirk Spittal an der Drau, wurden letzte Woche elf Schafe gerissen, offenbar von einem Wolf, wie die Rissspuren zeigen. DNA-Proben zur Abklärung wurden abgenommen.

Abschuss von „Problemwölfen“ gefordert

Die Almbauern fordern seit Wochen den Abschuss von „Problemwölfen“. Rechtlich sei das aber nicht auf Knopfdruck möglich, sagte Agrarlandesrat Martin Gruber (ÖVP). Die nun bestätigten Wolfsrisse bezeichnete Gruber als Warnung für die Zukunft. Die Bundesländer suchen gemeinsam mit Bund und EU nach einer Lösung.