Preisträger TddL  2021
ORF/Johannes Puch
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Kultur

Bachmannpreis geht an Nava Ebrahimi

Nava Ebrahimi hat am Sonntag im Klagenfurter Landesstudio den 45. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Der Deutschlandfunk-Preis ging an Dana Vowinckel; der Kelag-Preis an Necati Öziri, der auch den BKS Bank-Publikumspreis bekam. Timon Karl Kaleyta erhielt den 3sat-Preis.

Im ersten Wahlgang kam es zu einer Stichwahl zwischen Ebrahimi und Vowinckel. Diese ging im zweiten Wahlgang zugunsten von Ebrahimi aus – mehr dazu in Bachmannpreis für Nava Ebrahimi.

TDDL 2021 Preisverleihung

Die aus Teheran stammende und in Graz lebende Autorin mit ihrem Text „Der Cousin“ hatte sich am Samstagnachmittag der Jury gestellt – mehr dazu in Jurydiskussion Nava Ebrahimi.

Nava Ebrahimi Lesung
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Lesung von Nava Ebrahimi

Gewinnerin sichtlich gerührt

Nava Ebrahimi zeigte sich in einer ersten Reaktion sehr gerührt. Sie habe den gesamten Bewerb vor dem Schirm mitverfolgt und wäre gerne in Klagenfurt dabei gewesen. Der Ingeborg-Bachmann-Preis komme für sie überraschend. Sie habe sich zwar Hoffnung auf einen der Preise gemacht; aber die Chance, gleich den Bachmannpreis zu gewinnen, hätte sie im Vorfeld auf einer Skala von 1 bis 10 bei 1,5 eingestuft.

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Preisverleihung TddL 2021
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Laudatio Juryvorsitzende Insa Wilke
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Preisträger TddL  2021
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Ehrengäste bei Laudatio von Insa Wilke
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Ehrengäste Studio Preisverleihung
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Manfred Freitag Kelag
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Necati Öziri
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Mara Delius Laudatio Dana Vowinckel
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Jury-Vorsitzende Insa Wilke
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Michael Wiederstein
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Philipp Tingler
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Christian Ankowitsch
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Die Preisstifter
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Deutschlandfunk-Preis an Vowinckel

Neben dem mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis, der von der Landeshauptstadt Klagenfurt gestiftet wird, wurde am Sonntag auch der Deutschlandfunk-Preis (12.500 Euro) vergeben. Auch in diesem Fall kam es im ersten Wahlgang zu einer Stichwahl – diesmal zwischen Dana Vowickel und Nacati Öziri. Die zweite Abstimmungsrunde entschied Vowinckel für sich.

Erst am Samstagvormittag war die 1996 geborene deutsche Autorin an der Reihe, ihren Text „Gewässer im Ziplock“ vorzutragen, in dem sie die Zerrissenheit einer orthodoxen jüdischen Familie seziert. Die Jury zeigte sich einhellig angetan – mehr dazu in Jurydiskussion Dana Vowinckel.

Lesung Dana Vowinckel
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Lesung Dana Vowinckel

Öziri erhält Kelag-Preis

Als dritter wurde der mit 10.000 Euro dotierte Kelag-Preis vergeben. Diesmal kam es zu einer Stichwahl zwischen Nacati Öziri und Timon Karl Kaleyta, aus der schließlich Öziri als Sieger hervorging.

Der deutsche Autor und Theatermacher war am Donnerstag dran. In „Morgen wache ich auf und dann beginnt das Leben“ richtete der Erzähler einen Abschiedsbrief an den Vater, der nach einem langen Aufenthalt als politischer Gefangener in einem türkischen Gefängnis mit einer zweiten Frau ein zweites Leben begonnen und sich von seinem Sohn stark entfernt hat – mehr dazu in Erster Tag mit Lust an Diskussionen.

Lesung von Necati Öziri
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Necati Öziri

Kaleyta bekommt 3sat-Preis

Auch die Kür des mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preisträgers fiel nicht eindeutig aus. Bei einer ersten Stichwahl mussten Anna Prizkau und Leander Steinkopf gegeneinander antreten. Daraus ging Prizkau als Sieger hervor und trat somit gegen Timon Karl Kaleyta an, der schließlich als Sieger hervorging.

Preisverleihung TddL 2021
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Der deutsche Autor wurde von Michael Wiederstein eingeladen, um seinen Text „Mein Freund am See“ über Kapitalismus, Freundschaft und unterschwellige Gewalt vorzustellen – mehr dazu in 45. TddL: Letzter Lesetag.

Lesung Timon Karl Kaleyta
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Lesung von Timon Karl Kaleyta

BKS-Bank-Publikumspreis für Öziri

Der BKS-Bank-Publikumspreis wurde als letzter Preis vergeben. Das Publikum konnte dafür am Samstag online seine Stimme abgeben. Die Wahl fiel auf Necati Öziri. Er gewann den mit 7.000 Euro dotierten BKS-Publikumspreis und wird gleichzeitig der neue Klagenfurter Stadtschreiber.