Der Pickerlpass
APA/Herbert Neubauer
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Bildung

Schule beginnt wieder für alle

Am kommenden Montag kehren alle Kärntner Schülerinnen und Schüler wieder zurück in den Präsenzunterricht. CoV-Tests und das Tragen von Masken ermöglichen den Unterricht. Neu ist ein Pickerlpass, der auch Besuche beim Friseur oder in Restaurants ermöglicht.

Nach Monaten des Schicht- und Fernunterrichts starten die Schulen ab Montag wieder den Vollbetrieb. Neben den Volksschulen, die schon länger wieder im Präsenzunterricht sind, werden ab nächster Woche gut 42.500 Kärntner Schülerinnen der Sekundarstufe I und II wieder fünf Tage die Woche die Schulbank drücken.

Es gelten strenge CoV-Vorsichtsmaßnahmen

Nach wie vor gelten für sie strenge Coronavirus-Schutzmaßnahmen, wie das Tragen von Masken, regelmäßiges Lüften und Händewaschen und vor allem laufende CoV-Selbsttests, sagte Bildungsdirektor Robert Klinglmair. Der Selbsttest ist Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht.

„Ab kommender Woche testen sich alle Schülerinnen und Schüler drei Mal pro Woche, wie es schon bisher die Volksschüler machten.“

Nur jeder 100. Schüler verweigert den Test

Da nun auch die Sekundarstufen I und II drei Mal die Woche getestet werden, steige die Anzahl der durchgeführten Tests an Kärntner Schulen um 85.000 pro Woche. Dass es dadurch auch zu einem Anstieg von Testverweigerungen kommt, glaubt Klinglmair nicht. Die Anzahl der verweigerten Tests sei sukzessive zurückgegangen und betrug vergangene Woche lediglich 1,2 Prozent.

Neu ist ab kommender Woche die Dokumentation der Testergebnisse. Diese werden in einem eigenen Testpass eingetragen. Die Pickerlpässe werden kommende Woche ausgeteilt, sagte Klinglmair. Nur wer ein negatives Testergebnis hat, bekommt ein Pickerl zum Einkleben in den Pass.

Tests gelten für 48 Stunden

Dieser Testpass kann von den Schülerinnen und Schülern auch als Eintrittserlaubnis beispielsweise für Restaurants oder für den Friseur verwendet werden, sagte Klinglmair. Die einzelnen Tests sind jeweils 48 Stunden gültig.

Der Pickerlpass
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Neu: Der Pickerlpass für die Schüler

Maximal eine Schularbeit pro Semester

Gültig sind weiterhin auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Benotung der Schülerinnen und Schüler, so Klinglmair. „Es darf maximal eine Schularbeit pro Semester durchgeführt werden. Das ist die Basis für die Benotung. In Fächern, in denen es keine Schularbeiten gibt, wird es Mitarbeits-Überprüfungen geben, um benoten zu können und es wird auch die Leistung im Distance-Learning heran gezogen.“

Von einem normalen Schulalltag ist man aber auch nach der Rückkehr zum Präsenzunterricht am Montag noch weit entfernt. Beispielsweise können Schulexkursionen weiterhin nicht stattfinden. Der Sportunterricht hingegen könnte, mit steigenden Temperaturen im Freien wieder ausgeweitet werden, sagte der Bildungsdirektor.

Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt weiter auf niedrigem Niveau. Von Samstag auf Sonntag wurden 43 gezählt. In den Krankenhäusern ist die Anzahl der Coronavirus-Patienten mit 29 gleich wie am Vortag, zwei von ihnen konnten aber die Intensivstation verlassen und werden nun nur noch auf der Normalstation behandelt, hieß es am Sonntag seitens des Landespressedienstes.

Mit Stand Sonntagfrüh waren 582 Kärntnerinnen und Kärntner aktiv infiziert, das sind um fast 300 Infizierte weniger als noch vor einer Woche. 38.202 Infizierte sind genesen.