Rennsteiner Brücke in Villach vom Drauradweg aus gesehen
Mefusbren69/https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8450368
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Verkehr

Millionensanierung von Rennsteiner Brücke

Die Rennsteiner Brücke in Villach wird ab Montag aufwendig saniert, nachdem massive Schäden festgestellt worden sind. Sie wurde 1966 für den Verkehr frei gegeben, täglich fahren 13.500 Fahrzeuge über die Brücke. Die Kosten betragen 1,6 Millionen Euro.

Über die Jahre entstanden beträchtliche Schäden an den Lagern und den Fahrbahnübergängen der Brücke. Materialausbrüche im Bereich der Geländerbefestigung am Geh- und Radweg wurden von den Prüfern des Landes ebenso festgestellt. Auch Brückenpfeiler weisen oberflächliche Betonschäden auf. Um die Sicherheit wieder vollständig gewährleisten und noch erhöhen zu können, wird jetzt die umfassende Sanierung in Angriff genommen.

1,6 Millionen werden investiert

Zuerst wird das Stahltragwerk im Bereich der beiden Flusspfeiler verstärkt, damit es für den Lagertausch angehoben werden kann. Geländer und Stahlleitwand samt Beleuchtung werden abgetragen. Dafür wurden im Vorfeld aufwendige Gerüste errichtet. Nach der Erneuerung der Fahrbahnübergänge wird auch die vorhandene Asphaltdecke abgefräst und erneuert. Schließlich werden Pfeiler und die Brückenentwässerungsanlage saniert.

Dabei handelt es sich um ein Millionenprojekt. Für den zuständigen Landesrat Martin Gruber (ÖVP) ist es das größte Brückenprojekt, das im heurigen Bauprogramm eingeplant ist. Insgesamt werden 1,6 Millionen Euro investiert. Da auch der Geh- und Radweg, der über die Brücke führt, erneuert wird, beteiligt sich die Stadt Villach mit 260.000 Euro an den Gesamtkosten. Ende September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Umleitungen eingerichtet

In Abstimmung mit Verkehrsbehörden, Sachverständigen, Polizei und betroffenen Gemeinden wurde die Ableitung des Gesamtverkehrs in Fahrtrichtung nach Spittal kurz vor der Brücke auf die L37 Ferndorfer Straße (Rennsteiner Straße) festgelegt. Von dort erfolgt die Weiterleitung über die L37 bis nach Gummern und dort weiter über die L43 (Draubrücke Gummern) bis zur B100 (Kreisverkehr).

Auf der Gegenrichtung von Spittal kommend in Richtung B94 (Seendreieck) wird der Richtungsverkehr einspurig über die Baustelle geführt. Dabei besteht eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Km/h. In beiden Fahrtrichtungen gibt es keine gesonderten Gewichtsbeschränkungen.

Für den überregionalen Verkehr wird an den Zulaufstrecken über die B94 schon auf die Behinderung hingewiesen und eine Umleitung über die Tauernautobahn (A10) empfohlen. Der Fußgänger- und Fahrradverkehr wird während der gesamten Bauzeit über den St. Martiner Drausteg zwischen Lind und Untere Fellach umgeleitet.