Hund der Rasse Retriever
Pixabay
Pixabay
Chronik

Aufregung um Treffen von Retrieverclub

Die in Kärnten abgehaltene Generalversammlung des Österreichischen Retrieverclubs schlägt hohe Wellen. Laut Behörde ging aber alles mit rechten Dingen zu. Es gab für die rund 70 Teilnehmer eine Testmöglichkeit vor Ort, Abstände wurden eingehalten.

Die Veranstaltung sorgte schon im Vorfeld für Kritik. Es war die Rede von „Anstiftung zu rechtswidrigem Handeln“. Die Generalversammlung musste im Vorjahr pandemiebedingt verschoben werden, Anfang April 2021 rief der Präsident des Klubs, Kurt Becksteiner, per schriftlicher Einladung zu einem Treffen in Kärnten auf.

Mitglieder über Regeln informiert

In diesem Schreiben wurden die Mitglieder darauf hingewiesen, welche Voraussetzungen für ein Treffen gegeben seien. Auch mit den Behörden in Kärnten sei man in Kontakt getreten. Das bestätigte Gert Klösch, der Bezirkshauptmann von Völkermarkt. Es wurde geklärt, ob eine Veranstaltung dieser Art und Größenordnung im Kulturni Dom, dem Kulturhaus von Bleiburg zulässig sei.

Digital nicht durchführbar

Klösch sagte dazu: „Dort ist es möglich und das wurde von uns auch mit der Landesregierung bzw. mit dem Bundesministerium für Gesundheit gegengeprüft. Es ist möglich, eine Generalversammlung durchzuführen oder auch eine Jagdhundeausbildung vorzunehmen, wenn gewisse Voraussetzungen vorliegen wie die Unaufschiebbarkeit und die nicht mögliche digitale Durchführung der vereinsmäßigen Vorgänge. Das wurde dann auch vom Vertreter des Vereines auf Anfrage von uns noch einmal bestätigt.“

Polizei kontrollierte

Am Tag der Jahreshauptversammlung war auch die Polizei in Bleiburg vor Ort, um nach dem Rechten zu sehen. Von der Presseabteilung heißt es, aus polizeilicher Sicht habe es keine Beanstandungen am Veranstaltungsort gegeben. Auch Bezirkshauptmann Klösch bestätigte, dass alle Vorschriften eingehalten worden seien.

Einlass habe es nur nach einem vor Ort gemachten negativen Test gegeben, vom Veranstalter wurde eigens ein Testbus bereitgestellt. Die wegen der Abstandsregeln auf 75 Personen limitierte Besucherzahl im Veranstaltungssaal sei eingehalten worden und für jene, die draußen bleiben mussten, sei ein eigener Video-Livestream bereitgestellt worden. Um 21.00 Uhr, als die Polizei erneut Nachschau gehalten habe, sei die Veranstaltung beendet gewesen, sagt Klösch.

Nächtigung nur bei beruflicher Tätigkeit

Der Kritik, dass auch Teilnehmer aus anderen Bundesländern angereist seien, in denen zu diesem Zeitpunkt noch strengere Ausreisebestimmungen herrschten, entgegnete Klösch: „Das habe nicht ich zu prüfen. Ich habe mich auf meine Örtlichkeit zu beziehen. Ob sie das Bundesland verlassen oder nicht – zu beruflichen Zwecken bzw. auch zum Recht der Versammlung – das ist dann vom jeweiligen Bundesland vorzunehmen.“

Ein weiterer Kritikpunkt lautete, dass die Teilnehmer, auf zwei Betriebe aufgeteilt, in Kärnten genächtigt hätten. Im Vorfeld wies jedoch der Klubpräsident in seinem Schreiben an die Mitglieder ausdrücklich darauf hin, dass eine Übernachtung im Rahmen der Generalversammlung nicht möglich sei.

Ausnahmen gebe es laut Klösch nur, wenn eine Nächtigung einen beruflichen Grund habe: „Das ist zum Beispiel für die Ausbilder und die Richter, die diese Hunde zu bewerten haben, eine berufliche Tätigkeit. Auch das wurde von uns überprüft“, sagt Klösch.