Sicherheitsmitarbeiter vor Warteschlange vor Impfstation Messegelände Klagenfurt
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Chronik

Sicherheitskräfte überwachen Impfstationen

Seit Samstagfrüh wird in Kärnten wieder gegen das Coronavirus geimpft. Ein neues Sicherheits- und Leitkonzept soll vermeiden, dass sich dort – wie am vergangenen Wochenende in Klagenfurt – Menschen mit gefälschten Impftickets oder ohne konkreten Termin Zugang verschaffen.

An diesem Wochenende werden an den fünf Kärntner Impfstandorten 15.000 Menschen zum ersten Mal geimpft; 1.000 erhalten ihre Zweitimpfung. Auf dem Klagenfurter Messegelände bildete sich am Samstagvormittag vor der Messehalle 4 wieder eine Warteschlange. Im Unterschied zur Vorwoche jedoch sorgt diesmal Security-Personal für Ordnung. Unterstützung erhält es noch von der Polizei und dem Bundesheer.

Impf-Station Messegelände Klagenfurt Sicherheitsfirma und Polizei
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Auch die Polizei unterstützt den reibungslosen Ablauf der Impfungen

Land will geregelten Ablauf garantieren

Das Land habe diesmal Maßnahmen ergriffen, um die Impfungen reibungslos abwickeln zu können, sagte der Coronavirus-Sprecher des Landes, Gerd Kurath. An allen fünf Impfstandorten – in St. Veit an der Glan, Spittal an der Drau, in Villach und Klagenfurt – gebe es Leitsysteme: „Wir gehen davon aus, dass diese Maßnahmen wirken werden, sodass das Impfen ruhig ablaufen kann.“

Vergangene Woche wurden laut Kurath bei rund 8.000 Impfungen insgesamt 50 Fälle verzeichnet, wo es Probleme gab. Das sei eine verhältnismäßig kleine Anzahl, jedoch werde dadurch das Gesundheitspersonal aufgehalten.

Gerd Kurath
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Gerd Kurath

Warteschlangen durch überpünktliche Impfwillige

In Klagenfurt sorgen neun Wachmänner für Ordnung, in Villach sechs, an den drei anderen Standorten in St. Veit, Spittal und Wolfsberg sind je zwei Security-Kräfte im Einsatz. Am Vormittag gab es in Klagenfurt trotz regen Andrangs kaum Probleme.

Viele würden nur zu früh zum Impftermin erscheinen, sagt Thomas Enenkel, der Organisationsleiter des Bundesheeres: „Wir mussten bis jetzt zwei Personen abweisen, weil sie keine Impfberechtigung hatten.“ Viele Leute würden sehr früh – bis zu eine Stunde vorher – kommen, weil sie den Impftermin nicht versäumen wollten. Dadurch komme es zu Warteschlangen in geringem Ausmaß.

Warteschlange vor Impfstation Messegelände Klagenfurt
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Warteschlange vor Eingang zu Impfstation in Klagenfurt

Hochrisikopatienten und Gesundheitspersonal an der Reihe

Am Samstag und Sonntag werden Hochrisikopatienten und Menschen, die in Gesundheitsberufen arbeiten, geimpft. Kommendes Wochenende sind auch wieder Lehrer und Kindergartenpädagogen an der Reihe. In Kärnten wurden bis jetzt 151.969 Dosen gegen das Coronavirus verimpft. Davon 43.107 Zweitimpfungen. Das heißt, 108.862 Menschen erhielten bis jetzt zumindest eine Impfung.

Eingang Coronavirus Impfstation Klagenfurt Messegelände
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Die Polizei in Österreich erhält kommende Woche 10.000 Dosen des Coronavirus-Impfstoffs von Moderna. Das kündigte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) an. Auch das Österreichische Bundesheer bekommt laut Verteidigungsministerium aus dem gleichen Pool 5.000 Impfdosen. Bisher starben österreichweit drei Polizisten an Covid-19, davon war einer ein Kärntner.

Aktuelle Zahlen

In Kärnten gab es mit Stand Samstagvormittag 169 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. 83 Menschen sind im Krankenhaus, davon 15 auf der Intensivstation. Das sind gleich viele wie am Freitag. Es gab vier weitere Todesopfer, damit stieg die Zahl auf 774 Verstorbene.