Politik

Kinderstipendium wird erhöht

Die Landesregierung plant das Kinderstipendium für Kindergärten und Tagesmütter und -väter ab Herbst zu erhöhen. 3,1 Millionen Euro sollen zusätzlich aufgebracht werden. Ziel sei es, das vorschulische Bildungsangebot ab Herbst des Jahres 2022 kostenfrei anzubieten.

Das erhöhte Kinderstipendium wird zukünftig zwölf Mal pro Jahr an die Eltern ausbezahlt, sagte Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Samstag in einer Aussendung. „Kärnten soll zum kinderfreundlichsten Land Europas werden, darauf hat sich die Koalition im Regierungsprogramm geeinigt.“ Die Landesregierung soll die Erhöhung am Mittwoch nach Ostern beschließen.

Vorschulische Bildung entscheidend

Die Kostenübernahme durch das Land beträgt durchschnittlich zwei Drittel. Für die Betreuung bei Tagesmüttern bzw. -vätern wird die Förderung ab September auf 70 Prozent erhöht. Die Kosten für Verpflegung und Spezialangebote werden weiterhin von den Erziehungsberechtigten übernommen.

Erklärtes Ziel sei es, ab dem Kindergartenjahr 2022/2023 jedem Kind ein kostenfreies Bildungsangebot in vorschulischen Bildungseinrichtungen zu ermöglichen, sagte Kaiser. „Der Besuch von elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen ist entscheidend für den weiteren Bildungsverlauf unserer Kinder. Dies zeigen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse.“

Auch Betreuung im August gefördert

Die Förderung beträgt ab Herbst 2021 für den halbtägigen Besuch einer Kindertagesstätte bzw. Krippe 115 Euro pro Monat (bisher 92 Euro) bzw. 169 Euro für einen ganztägigen Besuch (bisher 139 Euro). Für den Besuch eines Kindergartens oder einer alterserweiterten Gruppe beträgt die monatliche Förderung halbtags 73 Euro (bisher 56 Euro) bzw. ganztags 102 Euro (bisher 83 Euro). Die Förderung wird für die Dauer von maximal zwölf Monaten (September 2021 – inklusive August 2022) gewährt.

Kritik kam vom Team Kärnten. Obmann Gerhard Köfer sagte, die Umsetzung der Gratis-Kinderbetreuung werde weiter verschoben und soll jetzt ausgerechnet kurz vor der nächsten Landtagswahl erfolgen. „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“