Fuchs
Getty Images/Moment RF/Jim Cumming
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Chronik

Tote Füchse und toten Python gefunden

In der Gemeinde Maria Saal hat ein Spaziergänger am Samstag drei erlegte Füchse gefunden. Zwei Tieren wurde das Fell fachmännisch abgezogen. Die Polizei ermittelt wegen Eingriffs in fremdes Jagdrecht. In Preitenegg entdeckten Kinder eine tote Pythonschlange neben der Gemeindestraße.

Der 56 Jahre alte Spaziergänger aus Klagenfurt entdeckte die toten Füchse in einem Waldstück zwischen Pörtschach am Berg und Tanzenberg, unmittelbar neben einem öffentlichen Parkplatz der Karnburger Straße. Die Tiere waren mit einer Schusswaffe erlegt worden. Die Polizei geht davon aus, dass ein Zusammenhang mit gleichen Funden in den Gemeinden Moosburg und Glanegg besteht. Auch dort wurden während der vergangenen zehn Tage erlegte und fachmännisch abgezogene („abgebalgte“) Füchse gefunden – mehr dazu in Gehäutete Füchse sorgen für Aufregung (kaernten.ORF.at; 11.2.2021).

Abtauender Schnee legte tote Schlange frei

In Preitenegg wurde ein zwei Meter langer Python auf einer Böschung, direkt neben der Gemeindestraße, von Kindern entdeckt. Wie in den meisten solcher Fälle wurde Reptilienexpertin Helga Happ zu Hilfe gerufen. „Das Tier dürfte schon länger dort gelegen sein, aber es konnte nicht gesehen werden, weil der Schnee darauf gelegen ist. Jetzt ist der Schnee abgetaut und es ist sichtbar geworden“, sagte die Expertin.

Um die genaue Todesursache feststellen zu können war das Tier bereits zu stark verwest, sagt Happ: „Es ist jetzt fraglich: Wurde das Tier tot entsorgt oder haben sie das im Winter womöglich lebend ausgesetzt, dass es dann eingegangen ist?“

Eisige Temperaturen für Schlange tödlich

Eisige Temperaturen, wie sie jetzt im Winter oft herrschen, sind für das ursprünglich in Zentralafrika beheimatete Tier tödlich, sagte Happ „Da soll die Temperatur unter 22 Grad nicht hinunter gehen. Wenn es bei uns jetzt minus neun Grad gehabt hat, bedeutet das für das Tier natürlich den Tod.“

Werden solche Tiere im Winter ausgesetzt, sei das als Tierquälerei zu bezeichnen, sagte Hap. „Wenn jemand ein exotisches Wildtier bei uns in Kärnten im Winter aussetzt und dann noch beschönigend sagt ‚Ich schenke ihm die Freiheit‘, da werde ich wirklich zornig, weil ich sage, ich kann nicht einem Exoten in Kärnten die Freiheit schenken. Weil da verurteile ich das Tier zum Tod, wenn ich es hier aussetze.“

Hunderte exotische Findlinge im Jahr

Oft seien die Findlinge noch am Leben, sagt Happ. Hunderte exotische Tiere würden jedes Jahr im Reptilienzoo in Klagenfurt aufgenommen. Auch wenn der Platz dort begrenzt sei, Hilfesuchende würden jederzeit unterstützt, sagte Helga Happ und appellierte an mögliche Interessenten, sich schon im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, was die Anschaffung eines Reptils bedeute.

„Es sind die Energiekosten hoch, die Futterbeschaffung ist nicht immer einfach, will ich mir das antun? Wie lange lebt das Tier? Wie viele Jahre muss ich darauf schauen. Wer schaut auf das Tier, wenn ich krank werden sollte, wenn ich auf Urlaub fahre. Das sind alles Sachen, die bei einem Reptil viel schwieriger zu lösen sind als bei einem normalen Haustier. Weil auf meine Katze schaut bald jemand, aber auf meine Schlange – da werde ich ein Problem haben, jemanden zu finden“, sagte Happ.