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ORF/Lisa Natmessnig
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Chronik

Mann erschossen: Gutachten deutet auf Mord

Die Mordermittlungen der Staatsanwaltschaft im Fall eines im November in Klagenfurt erschossenen Salzburgers sind mittlerweile weit gediehen. Laut einem Gutachten wurde der 39-Jährige Salzburger mit einem Schuss in den Hinterkopf getötet, der „angesetzt oder nahezu aufgesetzt“ war. Der nach der Tat verhaftete 37-jährige Klagenfurter spricht von einem Unfall.

Wie Tina Frimmel-Hesse, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, auf APA-Anfrage am Mittwoch erklärte, warte man noch auf ein Gutachten, daher gebe es auch noch keinen Abschlussbericht. Das Opfer, er war Sportschütze, wollte dem Klagenfurter eine Pistole verkaufen, die er legal erworben hatte. Laut Gutachten zum Schussgeschehen saß der 39-Jährige an einem Tisch und wollte gerade etwas schreiben, als sich der Verdächtige mit einem Gewehr näherte und „die Waffe an dessen Hinterkopf angesetzt oder nahezu aufgesetzt schräg nach unten abfeuerte“, so der Gutachter.

Verdächtiger war zurechnungsfähig

Der Klagenfurter ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und wegen Raubes. Laut der psychologischen Untersuchung ist der Mann zudem drogenabhängig, spielsüchtig und leidet an einer „kombinierten Persönlichkeitsstörung mit schizoiden, ängstlich-vermeidenden sowie auch emotional instabilen Persönlichkeitszügen“. Der Gutachter kommt zu dem Schluss, dass der 37-Jährige zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen ist. Auch Wiederholungsgefahr wird ihm attestiert.