Eine Hebamme untersucht eine schwangere Frau.
APA/dpa/Fredrik von Erichsen
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„Kärnten impft“

CoV-Impfung in der Schwangerschaft

Seit das Coronavirus aufgetaucht ist, stellt sich auch die Frage, ob schwangere Frauen geimpft werden können. Bisher gibt es keine Hinweise auf Probleme in der Schwangerschaft durch die Impfung, es wird aber nicht empfohlen.

Man weiß mittlerweile, dass die Impfung die Fruchtbarkeit nicht beeinträchtigt, sagte Sabine Horn, Vorständin für Innere Medizin am Landeskrankenhaus Villach. Sie geht damit auf Gerüchte ein, die in den sozialen Medien die Runde machen und bei manchen jungen Frauen mit Kinderwunsch für Angst und Schrecken sorgen: „Von der Theorie her ist die Impfung nichts anderes als eine sehr kleine harmlose Infektion mit Corona, die man bewusst, in kontrolliertem Rahmen hervorruft. Auch junge Frauen, die Corona durchgemacht haben, erleiden keine Unfruchbarkeit.“

Ultraschall einer Schwangeren
ORF
Bei der Zulassung wurden einige Frauen während der beiden Impfungen schwanger, sie zeigten keine Komplikationen

Einige Fälle von Schwangerschaften bekannt

Klappt es mit der Schwangerschaft, dann sollte zumindest nicht bewusst gegen das Coronavirus geimpft werden, sagte Horn: „Es gibt aber Fallberichte von geimpften Schwangeren. Es ist auch in den Empfehlungen vom Robert-Koch-Institut nachzulesen, dass Risiko-Nutzen abzuwägen sind und dass der Totimpfstoff wahrscheinlich sicher in der Schwangerschaft verabreicht werden kann.“ Was man auf jeden Fall wisse, sei, als Frauen vor oder während der beiden Impfungen schwanger wurden, sei der Verlauf der Schwangerschaft nicht von der Impfung beeinträchtigt worden.

Impfung bei Schwangeren

Antikörper beim Stillen weitergegeben

Beim Stillen werden auch etwaige Coronavirus-Antikörper, die die Mutter in sich trägt, auf das Baby übertragen, sagte Horn. Darüber gebe es bereits Untersuchungen. Das sei wie bei anderen Infektionskrankheiten ein natürlicher Schutz für das Baby, so Horn: „Das ist ein natürlicher Vorgang, um die Neugeborenen mit einer gewissen Immunausstattung auf die Welt zu bringen, die sie selbst noch nicht bilden können. Die Mutter hat ja eine Menge Antikörper, die beim Stillen übertragen werden.“